Ratzinger-Preis verliehen

Die Auszeichnung für Ökumene und interreligiösen Dialog geht im Jahr 2012 an den französischen Philosoph Remi Brague und den US-amerikanischen Theologe Brian Daley.

Auszeichnung | Vatikanstadt - 21.10.2012

Der französische Philosoph Remi Brague (65) und der US-amerikanische Theologe Brian Daley (72) haben den diesjährigen "Ratzinger-Preis" für herausragende wissenschaftliche Leistungen erhalten. Papst Benedikt XVI. verlieh ihnen die Auszeichnung am Samstag im Vatikan. Ausgelobt hatte den mit jeweils 50.000 Euro verbundenen Preis die "Vatikanische Stiftung Joseph Ratzinger - Benedikt XVI.".

Die Preisträger hätten sich vor allem durch ihre Arbeiten zur Ökumene und zum interreligiösen Dialog verdient gemacht, sagte der Papst. Beide Themen seien für die Kirche von heute von "entscheidender Bedeutung". Brague sei ein "großer Gelehrter" für die Religionsphilosophie des jüdischen und islamischen Mittelalters.

Daley habe einen wichtigen Beitrag für die katholisch-orthodoxen Beziehungen geleistet. Die Geehrten seien zudem als Hochschulprofessoren auch in der Lehre "Vorbilder für Vermittlung eines Wissens, das Wissenschaft und Weisheit verbindet".

Der in Paris geborene Remi Brague ist seit 1990 Professor für mittelalterliche und arabische Philosophie an der Universität Sorbonne seiner Heimatstadt. Seit 2002 ist er zudem Inhaber des "Romano Guardini"-Lehrstuhls für Philosophie der Religionen an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In Deutschland ist Brague vor allem durch sein Buch "Europa - eine exzentrische Identität" von 1993 bekannt.

Der aus New Jersey stammende Theologe Daley lehrt derzeit Patristik an der katholischen Universität Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana. Er trat 1964 in den Jesuitenorden ein und studierte unter anderem an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Dort war er Assistent des Dogmatikers Kardinal Alois Grillmeier (1910-1998).

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