"RedWednesday" zeigt Rot für verfolgte Christen

Roter Schlips, rotes T-Shirt, rote Kirche: Am "RedWednesday" soll die Farbe an verfolgte Christen erinnern. Gläubige in Großbritannien und auf den Philippinen haben mitgemacht - manche sehr kreativ.

Christenverfolgung | Bonn - 22.11.2017

Rot ist die Farbe dieses Mittwochs in Großbritannien: Mit der #RedWednesday-Kampagne will das päpstliche Hilfswerk Kirche in Not an verfolgte Christen weltweit erinnern. Aus diesem Anlass werden Gebäude wie das House of Parliament oder die Westminster-Kathedrale in London rot angestrahlt, Unterstützer werden rote Kleidung tragen und ein traditioneller roter London-Bus mit Slogans wird durch die britische Hauptstadt fahren. Auch die katholische Kirche auf den Philippinen hat sich an der Aktion beteiligt.

"Rot ist die christliche Farbe des Martyriums", heißt es auf der Seite von Kirche in Not Großbritannien; das Hilfswerk kooperiert für die Aktion mit der Menschenrechtsorganisation "Christian Solidarity Wordwide". "'RedWednesday' wird alle Christen ehren, die für ihre Treue zu Christi Botschaft des Friedens und der Liebe leiden und sterben." Dabei soll der Aktionstag nicht nur verfolgte Christen in den Blick nehmen, sondern auch auf die Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Glaubensgruppen hinweisen. "Unsere Kampagne ruft zu Respekt und Toleranz für gläubige Menschen zwischen verschiedenen Glaubenstraditionen auf." Neben dem "RedWednesday" gibt es bis zum Ende dieser Woche weitere Veranstaltungen wie Vorträge und Gottesdienste in den Pfarreien.

Roter Schlips, rotes T-Shirt, rote Kirche

Auch auf den Philippinen, das acht Stunden vor der Londoner Ortszeit ist, trugen am "RedWednesday" viele Gläubige rote Kleidung oder Accessoires. Kirchen, Kapellen und Schreine wurden innen und außen rot angestrahlt. Viele Gemeinden feierten Abendmessen zu diesem Anlass, aber auch einige Universitäten beteiligten sich an der Kampagne. "Weil das Christentum tief in der philippinischen Gesellschaft verwurzelt ist, scheint es, dass wir einen blinden Fleck für das Wesen und das Ausmaß der Christenverfolgung in der heutigen Welt entwickelt haben", heißt es auf der philippinischen Kirche in Not-Seite. "Möge 'RedWednesday' für die Philippinos der Start sein, dass sie ihre Stimme zum weltweiten Aufruf für die Wahrung der Religionsfreiheit und für den Einsatz für interreligiöse Harmonie erheben."

Der "RedWednesday" wurde 2016 zum ersten Mal von Kirche in Not durchgeführt, um die Veröffentlichung ihres Reports zur Religionsfreiheit zu begleiten, der alle zwei Jahre erscheint.

Unter den Hashtags #RedWednesday und #RedWednesdayPH teilten Teilnehmer aus Großbritannien und den Philippinen ihre Fotos in den sozialen Netzwerken, um ihre Anteilnahme und Fürbitte für verfolgte Christen auszudrücken. Hier ist eine Auswahl:

Manche zeigten ihre Unterstützung auf kreative Weise und bastelten sich ein rotes Accessoire:

In den teilnehmenden philippinischen Schulen wurden die obligatorischen Schuluniformen gegen rote T-Shirts getauscht.

Auch in England ergänzten einige ihr Schuloutfit mit roten Akzenten...

...oder passten ihren Schmuck an:

Since I can't wear red shirt today, I will show my support by wearing red bracelet and ribbon. #RedWednesday #RedWednesdayPH

Ein Beitrag geteilt von Sheng Franklin (@thequeensheng) am

Die Päpstliche und Königliche Universität des heiligen Thomas von Aquin in Manila flaggte in rot.

Eyes not closed to religious persecutions. #RedWednesday

Ein Beitrag geteilt von Mike Gazzingan (@mikegazzingan) am

Die Basilika "Schrein unserer lieben Frau von Knock" in Irland wurde rot angeleuchtet...

...ebenso wie die Kathedrale von Manila auf den Philippinen.

Von Johanna Heckeley

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