Reform der Reform

Das neue "Gotteslob" kam in den Gemeinden gut an - aber es gab auch Kritik: Besonders die neue Nummerierung der liebgewonnenen Klassiker "Großer Gott, wir loben dich" und "Salve Regina" stieß bei vielen auf Missfallen. Das soll sich nun ändern.

Aprilscherz | Bonn - 01.04.2016

Seit drei Jahren ist das offizielle Gebet- und Gesangbuch "Gotteslob" in Gebrauch. Die Reaktionen in den Gemeinden und bei Kirchenmusikern waren weitgehend positiv. Kritisiert wurde dagegen vor allem die ungewohnte Sortierung. Besonders die neue Nummerierung der liebgewonnenen Klassiker "Großer Gott, wir loben dich" und "Salve Regina" stieß auf Missfallen bei den Gläubigen.

Um das Gotteslob noch "kundenorientierter" und nutzerfreundlicher zu gestalten, sollen einzelne Anpassungen vorgenommen werden, wie das Deutsche Liturgische Institut mitteilt. In einem ersten Schritt wird bis Fronleichnam, 26. Mai 2016, die Nummerierung ausgewählter Lieder verändert. So wird das beliebte Lied "Großer Gott, wir loben dich" wieder unter der Nummer 257 zu finden sein.

"Wir haben zahlreiche Eingaben erhalten von Gottesdienstbesuchern, die sich mit der neuen Zählung und der neuen Nummer 380 schwertaten", erklärte Tobias Dulisch, Liturgiereferent im Bischöflichen Ordinariat Mainz, der an der Neunummerierung beteiligt war. "Wir sehen vor allem die emotionale Bindung an die frühere Nummernzählung und kommen den traditionsverbundenen Katholiken damit gerne entgegen", so Dulisch. Außerdem erhält das "Salve Regina" seine angestammte Nummer 570 zurück. Bisher war es in der aktuellen Ausgabe unter der wenig marianischen Nummer 666 zu finden.

Das alte und das neue Gotteslob nebeneinander
Das alte und das neue Gotteslob nebeneinander – noch fehlen die Aufkleber im neuen, die die alte Ordnung wieder herstellen.
 Bistum Mainz

Weiterhin geplant sind eine Neu-Sortierung der Rosenkranzandachten, die erweiterte Fußwaschungs-Liturgie am Gründonnerstag sowie die Aufnahme von Gebeten zur Heiligen Mutter Teresa, zum Heiligen Antonius und zum Heiligen Josef, die Papst Franziskus anlässlich des "Jahres der Barmherzigkeit" verfügt hatte.

Trotz der Änderungen müssen Gemeinden und Gläubige keine neuen Gesangbücher anschaffen. Für die neue Nummerierung stellt das Liturgische Institut Aufkleber zur Verfügung - zum Ausdrucken daheim oder zum Bestellen in Gemeindesatzstärke. Dieses Vorgehen wurde bereits bei der Vorausgabe angewandt, um Textänderungen hin zu geschlechtergerechter Sprache zu ermöglichen. (fxn)

Zum Download der Gotteslob-Aufkleber

Sie können Ihr Gotteslob ganz einfach selbst aktualisieren: Drucken Sie einfach die Vorlage aus und kleben Sie die Nummern ein.

Zum Download

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Die Bischöfe Franz-Josef Bode, Werner Thissen und Norbert Trelle singen "Atme in uns, Heiliger Geist" aus dem neuen Gotteslob
 Klaus Böllert

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