Regensburg: Hilfe für Opfer von Körperverletzungen

Seit Jahren arbeitet die Kirche daran, Missbrauch in ihren Einrichtungen aufzuarbeiten. Doch nicht allen Opfern konnte bislang geholfen werden. Darum startet das Bistum Regensburg ein neues Projekt.

Missbrauch | Regensburg - 09.01.2017

Ein Projekt des Bistums Regensburg will Menschen helfen, denen kirchliche Mitarbeiter massive Körperverletzungen zugefügt haben. Dabei geht es um Taten, die strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden können, da sie verjährt sind oder der Täter gestorben ist, wie die Diözese am Montag in Regensburg mitteilte.

Bei der Aufarbeitung von Leid helfen

Das auf eineinhalb Jahre befristete Projekt sei aus den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch sowie der Vergangenheit der Regensburger Domspatzen entstanden. Auch Anerkennungszahlungen seien geplant.

Mit dem Angebot will das Bistum der Mitteilung zufolge den Menschen bei der Aufarbeitung von Leid helfen, die als Minderjährige Opfer massiver Körperverletzungen im kirchlichen Bereich geworden sind. Ansprechpartner ist der Beauftragte der Diözese für Opfer von Körperverletzung, der Rechtsanwalt Andreas Scheulen. Weitere Informationen und das entsprechende Antragsformular sind unter www.bistum-regensburg.de zu finden. (KNA)

Linktipp: Wunden heilen, Narben bleiben

Noch immer werden die sexuellen und gewalttätigen Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen aufgearbeitet. Ein Zwischenbericht zeigt: Es waren deutlich mehr, als bislang bekannt.

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