"Religiöse Bildung gehört dazu"

Am Dienstag beginnt in Stuttgart die Bildungsmesse didacta. Rund 900 Aussteller wollen bis Samstag zu Chancen, Perspektiven und neuen Produkten rund um das Thema Bildung informieren. Auch die Kirchen sind auf der größten europäischen Bildungsmesse vertreten. Mit einem eigenen Stand wollten sie deutlich machen, dass auch religiöse Bildung zum Bildungsprogramm gehöre, erläutert Alexander Kuebler, Schuldekan der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Religionsunterricht | Stuttgart/Bonn - 25.03.2014

Am Dienstag beginnt in Stuttgart die Bildungsmesse didacta. Rund 900 Aussteller wollen bis Samstag zu Chancen, Perspektiven und neuen Produkten rund um das Thema Bildung informieren. Auch die Kirchen sind auf der größten europäischen Bildungsmesse vertreten. Mit einem eigenen Stand wollten sie deutlich machen, dass auch religiöse Bildung zum Bildungsprogramm gehöre, erläutert Alexander Kuebler, Schuldekan der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Kuebler hat das Programm der Kirchen, das unter dem Motto "Religion – Werte – Bildung" steht, mitkonzipiert. Zu den Organisatoren zählen die Diözese Rottenburg-Stuttgart, das Erzbistum Freiburg sowie die evangelische Landeskirche Baden und die evangelische Landeskirche Württemberg.

Jeden Tag gibt es am Messestand fünf Expertenvorträge, die sich um Themen wie "Kinderfragen", "Medien und Werte" oder "Lebensfragen" drehen. Höhepunkt wird nach Angaben von Alexander Kuebler ein Forum zum Thema "Religion inklusive: Positionell. Dialogisch. Plural" am Donnerstag sein. Zu den Diskutanten gehören Bischof Gebhard Fürst aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Landesbischof Frank Otfried July aus Stuttgart, der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner sowie der Theologe Thomas Schlag von der Universität Zürich.

Mit Blick auf die aktuelle Debatte um den Bildungsplan in Baden-Württemberg soll es in der Diskussion um die Bedeutung von religiöser Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen gehen. "Wir glauben, dass Schülerinnen und Schüler nur dann religiös sprachfähig werden, wenn sie eine Position zur Religion haben", sagt Kuebler. Diese Position könnten sie sich vor allem durch den konfessionellen Religionsunterricht aneignen. Ein Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen sei nur mit einer eigenen Meinung möglich, so Kuebler.

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Die Kirche muss lernen sich in der digitalen Welt zu bewegen, nur so können junge Menschen noch erreicht werden ist sich Fürst sicher.
 Benjamin Krysmann

Virtuelle Portale stellen sich vor

Rund 15 Personen stehen täglich am Messestand der Kirchen als Ansprechpartner für die Gäste bereit. Während der gesamten Öffnungszeit informieren sie zu Themen wie Religionsunterricht, Unterrichtsmaterialien, digitalen Medien oder kirchlichen Schulen.

Auch die religionspädagogischen Portale rpp-katholisch.de sowie rpi-virtuell sind mit dabei. Sie bieten unter anderem Materialien zur Vorbereitung des Religionsunterrichts.

Weitere aktuelle Themen der diesjährigen didacta sind die demografische Entwicklung, die fortschreitende Digitalisierung und der Trend hin zu einem möglichst hohen Bildungsabschluss. Als größte internationale Bildungsmesse bietet sie Angebote von mehr als 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrer, Erzieher, Ausbilder, Pädagogen und Personalverantwortliche. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.didacta-stuttgart.de .

Von Sophia Michalzik und Ursula Neises

Weitere Informationen Der Messestand der Kirchen befindet sich in Halle 4 und ist unter der Nummer 4G73 zu finden. Um 10.30 Uhr gibt es einen Morgenimpuls, um 16.30 Uhr einen Abendimpuls. Weitere Informationen zum Angebot gibt es unter www.kirche-auf-der-bildungsmesse.de .

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