Rund sechs Millionen Euro Gewinn

Das Bistum Mainz hat Angaben über sein Vermögen veröffentlicht: Nach dem am Montag vorgelegten Jahresabschluss erwirtschaftete die Diözese 2014 rund sechs Millionen Euro. Ein Teil des Gewinns soll in den Flüchtlingsfonds der Diözese fließen.

Bistum Mainz | Mainz - 06.10.2015

Das Bistum Mainz hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 5,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Wie die Diözese am Montag in Mainz mitteilte, verfügte das Bistum 2014 insgesamt über ein Vermögen von 837,6 Millionen Euro. Das Haushaltsvolumen für das Vorjahr habe 334,6 Millionen Euro betragen. Knapp zwei Drittel der laufenden Erträge kämen aus dem Kirchensteueraufkommen. Dieses belief sich laut der Finanzverwaltung auf 207,9 Millionen Euro.

Nach einem Beschluss des Kirchensteuerrates sollen eine Million Euro aus dem Gesamtergebnis in den Flüchtlingsfonds des Bistums eingebracht werden. "Dies ist ein wichtiger Beitrag, um das Anliegen des Heiligen Vaters mitzutragen. Mit dem Flüchtlingsfonds unterstützen wir vor allem das ehrenamtliche Engagement der Pfarrgemeinden im Rahmen der Flüchtlingshilfe", erklärte der Mainzer Generalvikar Dietmar Giebelmann. Die Diözese hatte den Fonds im Dezember vergangenen Jahres eingerichtet. Der Jahresüberschuss wird zudem für Aufwendungen der Domkirche und als Zuführung zur freien Rücklage des Bistums verwendet.

Ausgewiesen im Bericht sind weiterhin ein Bistumskapital von rund 103,5 Millionen Euro sowie Rücklagen von 174 Millionen Euro, die im Wesentlichen der Erhaltung von Bistumsbauten und Pfarreiimmobilien dienen sollen. Der größte Teil des Vermögens stamme aus der Finanzanlage: Den 761,6 Millionen Euro stünden aber Rückstellungen von 508,1 Millionen Euro vor allem für die Pensionskasse und Schulden von 45,4 Millionen Euro gegenüber.

Kirchensteuereinnahmen gestiegen

Im Jahr 2015 sind die Kirchensteuereinnahmen im Bistum gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent gestiegen. Dies sei auf die positive Konjunktur zurückzuführen, erklärte Eberhard von Alten, Finanzdirektor des Diözesankirchensteuerrates. Grundsätzlich sei jedoch in den kommenden Jahrzehnten mit einer "merklichen Reduzierung der Kirchensteuerzahler" zu rechnen. Insofern sei es wichtig, konjunkturell gute Jahre für die Rücklagenbildung zu nutzen, betonte von Alten.

Der Diözesankirchensteuerrat berät die Bistumsleitung in Haushalts- und Finanzfragen. Mitglieder sind unter anderem der Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann als Vorsitzender, Generalvikar Giebelmann als Stellvertreter und Finanzdirektor von Alten. (jml)

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