"Sachen, die gar nicht stimmen"

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sieht sich in den Medien falsch dargestellt. Es werde ein Zerrbild von ihm gezeichnet, sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung in Königstein (Hochtaunuskreis). "Da stehen Sachen in den Zeitungen, die gar nicht stimmen. So wurde etwa ein Luftfeuchtigkeitsmesser als Diktiergerät beschrieben, mit dem ich Menschen abhören würde."

Bistum Limburg | Königstein/Limburg - 03.09.2013

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sieht sich in den Medien falsch dargestellt. Es werde ein Zerrbild von ihm gezeichnet, sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung in Königstein (Hochtaunuskreis). "Da stehen Sachen in den Zeitungen, die gar nicht stimmen. So wurde etwa ein Luftfeuchtigkeitsmesser als Diktiergerät beschrieben, mit dem ich Menschen abhören würde."

Dagegen anzukommen sei schwierig. Er fühle sich ohnmächtig. Konkret nahm der Bischof zu den Vorwürfen gegen ihn keine Stellung.

Dem 53-Jährigen wird ein autoritärer Führungsstil, zu viel Prunk in Gottesdiensten und Verschwendung vorgeworfen. Unter anderem geht es um Kosten für den neuen Bischofssitz sowie um einen Erste-Klasse-Flug nach Indien.

In diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen einer möglichen eidesstattlichen falschen Aussage. Wie die Behörde mitteilte, wird den Beteiligten derzeit Akteneinsicht gewährt. Das Ergebnis werde vermutlich Ende September vorliegen.

Führungen durch das Bischofshaus

Mehr als 3.000 Menschen haben unterdessen einen offenen Brief mit Kritik an seiner Amtsführung unterschrieben, wie die Pressesprecherin der Frankfurter Stadtkirche, Doris Wiese-Gutheil, am Montag mitteilte. Der am vorvergangenen Sonntag von der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken vorgelegte Brief sei vor allem von Katholiken in Frankfurt, Wiesbaden und Kronberg unterschrieben worden, sagte Wiese-Gutheil.

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Bischof Tebartz-van Elst führt durch das neue Diözesane Zentrum in Limburg
 Tobias Böcher

Nach ihren Angaben soll das Schreiben demnächst dem Bischof übergeben werde. Einen Termin dafür gebe es aber noch nicht. In einem am Samstag veröffentlichten Brief an alle Katholiken seines Bistums räumte Tebartz-van Elst Fehler ein und bat zugleich um Vertrauen.

Zugleich hat Tebartz-van Elst zu Führungen durch das umstrittene neue Bischöfliche Haus auf dem Limburger Domberg eingeladen. Privatpersonen sollen am Donnerstag die Möglichkeit haben, zentrale Gebäudeeinheiten des Diözesanen Zentrums St. Nikolaus zu besuchen, wie die Diözese am Montag ankündigte.

Der Gebäudekomplex wird auch nach Darstellung des Bistums weit mehr als zehn Millionen Euro kosten. Ursprünglich veranschlagt waren 5,5 Millionen Euro. Tebartz-van Elst sagte in seinem am Samstag veröffentlichten Schreiben zu, dass alles dafür getan werde, um Fragen nach den Kosten klipp und klar zu beantworten. (meu/KNA/dpa)

"Ich nehme die Kritik ernst"

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu den Vorwürfen gegen ihn

"Ich nehme die Kritik ernst"

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