Schick fordert: Verheiratete Männer nicht vergessen

Die Männerseelsorge hat in Deutschland eine lange Tradition. Bambergs Erzbischof Ludwig Schick hält diese Arbeit für gut und wichtig. Zugleich richtet er an die Seelsorger aber auch eine Forderung.

Seelsorge | Bonn/Kassel - 15.04.2018

Die katholische Männerseelsorge darf nach den Worten des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick nicht die verheirateten Männer im Berufsleben vergessen. Zwar sei es wichtig, sich um die Männer in besonderen Situationen zu kümmern, wie Alleinerziehende oder Geschiedene, aber das Zentrum der Männerarbeit dürfe nicht aus den Augen verloren werden, sagte Schick am Samstag in Kassel.

Schick erklärte weiter, man werde diesen Männern nur gerecht, wenn man sich um jene in der Mitte kümmere. "Wo keine Mitte ist, wird es an den Rändern noch schwieriger." Der Erzbischof äußerte sich beim ökumenischen Kongress "Einfach Mann?! - Potenziale und Herausforderungen kirchlicher Männerarbeit". Die Tagung in Kassel befasste sich in zwölf Workshops zu den Lebensfragen von Männern in Familie und Gesellschaft. Veranstalter waren die katholische Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen und das Evangelische Zentrum Frauen und Männer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die katholische Männerseelsorge hat in Deutschland eine lange Tradition. Sie reicht zurück bis in die 1930er Jahre, als die Kirche während der Naziherrschaft die christliche Ethik stärken wollte. Heute liegen ihre Schwerpunkte unter anderem bei spezifischen Vater-Kind-Angeboten (kim/KNA)

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