"Seht, der Mensch"

Mit einem "Ökumenischen Pfingstweg" haben die Kirchen die 15. Nacht der Offenen Kirchen in Berlin und Brandenburg eröffnet. Das Motto des Weges lautete "Seht, der Mensch - Unsere Stimme für verfolgte Christen".

Ökumene | Berlin - 25.05.2015

Mit einem "Ökumenischen Pfingstweg" haben die Kirchen am Sonntagabend die 15. Nacht der Offenen Kirchen in Berlin und Brandenburg eröffnet. Dabei zogen der katholische Diözesanadministrator Tobias Przytarski, der evangelische Bischof Markus Dröge, der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian und der altkatholische Dekan Ulf-Martin Schmidt mit zahlreichen Gläubigen vom Brandenburger Tor zum Berliner Dom. An der Kirchennacht beteiligten sich 93 Kirchengemeinden mit Kulturprogrammen.

Der Pfingstweg stand in diesem Jahr unter dem Motto "Seht, der Mensch - Unsere Stimme für verfolgte Christen". Beim Auftakt rief Dröge die Politik auf, sich für Religionsfreiheit einzusetzen. "Die Situation der Christinnen und Christen und anderer religiös verfolgter Gruppen muss weltweit sehr viel ernster genommen werden als bisher", forderte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

"Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht den Einsatz für Menschenrechte schwächen". Vor allem die Verfolgung und Diskriminierung von Christen wegen ihres Glaubens sei zu einem "zentralen Menschenrechtsproblem" geworden, betonte Dröge.

In einem "Ökumenischen Pfingstbrief" hatten die evangelische Landessynode und der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin die Kirchengemeinden vorab aufgerufen, den heutigen Pfingstmontag gemeinsam mit Flüchtlingen und Migranten sowie ihren Unterstützern, "auch den nicht-christlichen", zu feiern. Das Pfingstfest sei ein Anlass zu zeigen, "dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen". (KNA)

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