Jugend

Sie schickt der Himmel

In 100 Tagen startet die 72-Stunden-Aktion

Bonn - 05.03.2013

Einen kompletten Spielplatz zu renovieren ist keine einfache Sache - ebenso die Erstellung einer Studie über das ökologische Verhalten einer Stadtverwaltung, oder erst die Produktion eines Video-Projektes über die Situation von Flüchtlingen. Und wenn dafür nur 72 Stunden Zeit bleiben, scheinen solche Vorhaben aussichtslos. Katholische Jugendliche wollen es dennoch versuchen. Und noch viel mehr.

In genau 100 Tagen fällt der Startschuss zur Aktion 72 Stunden – Uns schickt der Himmel des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Zwischen dem 13. und 16. Juni haben Jugendliche genau drei Tage Zeit, ein soziales, ökologisches, kulturelles oder politisches Projekt zu planen und umzusetzen.

Ziel der Aktion sei es, die Welt ein Stück besser zu machen, sagt der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler. "Es geht darum, Gutes zu tun, Menschen zu helfen und das aus der Motivation heraus, dem Beispiel Jesu Christi zu folgen."

Erstmals findet die große Sozialaktion des BDKJ bundesweit statt. Bei der letzten Auflage im Jahr 2009 hatten nach Angaben des BDKJ rund 100.000 Teilnehmer in 16 Bistümern mehr als 3.000 Projekte umgesetzt. Zur kommenden Aktion sind laut BDKJ bereits 2.200 Gruppen mit rund 50.000 Teilnehmern angemeldet. "Es machen viele mit, weil sie die Aktion schon kennen", sagt Tänzler. "Neue Leute wollen wir gewinnen, indem wir zum Beispiel Trailer in Kinos laufen lassen, im Radio Jingels schalten und natürlich über die Sozialen Netzwerke werben."

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Was passiert in 72 Stunden? Wie kann man mitmachen oder die Aktion unterstützen? Was bewegt Jugendliche zu ihrem Engagement für andere?  BDKJ

Dass junge Menschen gerne ehrenamtlich aktiv sind, steht für Tänzler außer Frage. "Jugendliche engagieren sich vor allem dann, wenn es um ihr persönliches Umfeld geht: die kaputte Halfpipe, der fehlende Bolzplatz oder der renovierungsbedürftige Jugendraum." Genau da setze die 72-Stunden-Aktion an. "Die Gruppen machen ja nicht irgendwo, irgendwas, sondern sie bauen die Halfpipe oder schmeißen eine Party für das benachbarte Seniorenheim", sagt Tänzler.

Und was geschieht danach? Wenn die drei Tage vorbei sind? "Viele Projekte sind so angelegt, dass der Kontakt weiter geht", so Tänzler. So könne es zum Beispiel nach der Aktion einen regelmäßigen Besuchsdienst geben. Oder die Party, die man gefeiert habe, findet, ein bisschen kleiner, jährlich statt.

Letztlich soll für Tänzler und den BDKJ das Ganze einen Effekt in der gesamten Gesellschaft haben. "Uns es geht darum, zu zeigen, dass neben aller berechtigen Kritik an der Institution Kirche jung ist", sagt er. Kirche könne Spaß machen und gemeinsam könne man etwas Positives bewegen.

Von Christoph Meurer

katholisch.de ist live dabei

Drei Tage im Einsatz wird als Medienpartner der Aktion auch katholisch.de sein. Ganz gleich, ob Hilferufe aus den Aktionsgruppen, Grüße, Interviews oder Live-Schaltungen in Projekte: Die Redaktion wird mit einer 72-stündigen Live-Online-Übertragung auf Sendung gehen. (meu)

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