Startrainer Mourinho synchronisiert den Papst

In einem Zeichentrickfilm über den Wallfahrtsort Fatima leiht der Portugiese Franziskus die Stimme. Und das nicht ohne Grund: Den Papst und den Trainer verbindet mehr als man denkt.

Buntes | Buenos Aires - 06.06.2016

Startrainer Jose Mourinho soll laut argentinischen Medienberichten in einem portugiesischen Zeichentrickfilm über die Marien-Erscheinung von Fatima Papst Franziskus synchronisieren.

Der neue Trainer des englischen Rekordmeisters Manchester United werde dabei auch auf Sprachen zurückgreifen, die er während seiner beruflichen Laufbahn kennenlernte: Neben seiner Muttersprache portugiesisch kämen deswegen spanisch (Real Madrid), englisch (FC Chelsea) und italienisch (Inter Mailand) hinzu.

Honorar an benachteiligte Kinder

Das Honorar will Mourinho den Berichten zufolge einer Einrichtung für benachteiligte Kinder spenden. Der Film mit dem Titel "Fe" ("Glauben") soll am 13. Mai 2017 erstmals zu sehen sein, dem 100. Jahrestag der ersten Marien-Erscheinung.

Die alte Kathedrale Basilica Antiga im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima.
 KNA

Nach Angaben des britischen Magazins "Catholic Herald" wurde die Wahl Mourinhos für den Film sogar vom Vatikan gebilligt. Der 52-jährige Portugiese ist bekennender Katholik. Im Interview mit der englischen Zeitung "The Telegraph" hatte der Fußballtrainer im vergangenen Jahr berichtet, wie wichtig ihm der Glaube sei. "Ich bete jeden Tag, ich spreche jeden Tag mit ihm".

Er besuche zwar nicht täglich oder wöchentlich einen Gottesdienst, aber immer dann, wenn es ihm danach sei. Wenn er in seiner Heimat Portugal sei, dann gehe er regelmäßig in die Kirche.  

Inhaltlich gehe es bei seinen Gebeten um das Familienleben oder ähnliche Themen – aber nie um den Sport. "Ich gehe nie in die Kirche um mit ihm über Fußball zu sprechen – niemals", erklärte Mourinho.  

Berühmtester Wallfahrtsort Portugals

Fatima ist der berühmteste Wallfahrtsort Portugals. In der Nähe der Kleinstadt zwischen Lissabon und Coimbra berichteten 1917 drei Hirtenkinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren, ihnen sei die Gottesmutter Maria erschienen. Die erste Erscheinung fand demnach am 13. Mai statt; das Ereignis wiederholte sich im Monatsrhythmus über ein halbes Jahr. Durch Mundpropaganda wurden die Kinder und der Ort berühmt.1930 erkannte der Bischof von Leiria die Erscheinungen an. (gho/KNA)

Die Geheimnisse um Fatima

Am 13. Mai 1917 begannen die Marienerscheinungen von Fatima. Die Geschichte fängt bei Hirtenkindern an und reicht bis zu einem Papst-Attentat. Katholisch.de dokumentiert die wichtigsten Ereignisse rund um den portugiesischen Wallfahrtsort.

Zum Artikel

RSS-Feeds  |  Jobs  |  Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2018