Umzug im September

Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird Anfang September eine Wohnung am Rande der Regensburger Altstadt beziehen. "An welchem Tag der Bischof emeritus einziehen wird, wollen wir nicht bekanntgeben", zitiert die "Welt am Sonntag" seine Sprecherin Eva Demmerle. Sie bestätigte dem Blatt zufolge, dass die Wohnung 180 Quadratmeter groß sei.

Kirche | Berlin/Regensburg - 03.08.2014

Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird Anfang September eine Wohnung am Rande der Regensburger Altstadt beziehen. "An welchem Tag der Bischof emeritus einziehen wird, wollen wir nicht bekanntgeben", zitiert die "Welt am Sonntag" seine Sprecherin Eva Demmerle. Sie bestätigte dem Blatt zufolge, dass die Wohnung 180 Quadratmeter groß sei.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer bat Anfang Juni um Verständnis für die Situation seines früheren Limburger Amtskollegen. "Ich weiß nicht, ob sich die allgemeine Bevölkerung vorstellen kann, wie es jemandem geht , der nirgendwo mehr gelitten ist", so Voderholzer im "Straubinger Tagblatt".

Bei der Suche nach einem neuen Wohnsitz habe sich seine Familie entschlossen, "gemeinsam in Regensburg eine Wohnung anzumieten, in der Tebartz-van Elst bis zur Übernahme einer neuen Aufgabe bleiben kann", hieß es in einer Presseerklärung. Die Wahl sei auf die Stadt gefallen, da der dortige Bischof ihm "mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft" zugesichert habe.

Es handelt sich nicht um eine Dienstwohnung

Zu der von Tebartz-van Elst und seiner Familie ausgesuchten Bleibe sagte Voderholzer, es handle sich um eine "privat gemietete und privat vermietete Wohnung". Laut Pressemitteilung wird sie auch den Familienangehörigen dienen, die dem Bischof weiterhin zur Seite stehen werden. "Eine Dienstwohnung, die einem emeritierten Bischof zusteht, nimmt Tebartz-van Elst damit nicht in Anspruch", so Voderholzer.

Die Limburger Bischofsresidenz war wegen ihrer aufwendigen Ausstattung wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Die Kosten für das Bauprojekt von letztlich rund 31 Millionen Euro und die Verschleierung dieser Kosten hatten entscheidend mit dazu geführt, dass Papst Franziskus den Rücktritt von Tebartz-van Elst annahm. Er soll eine neue Aufgabe im Ausland erhalten. Rom sucht derzeit nach einer Einsatzmöglichkeit. (KNA)

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