Vatikan ehrt Bildungspionierin mit Briefmarke

Die Mathematikerin Maria Gaetana Agnesi veröffentlichte im 18. Jahrhundert ein Lehrbuch zur Analysis, der Papst ernannte sie zur Professorin – doch sie widmete sich den Armen. Nun ehrt der Vatikan sie.

Philatelie | Vatikanstadt - 02.01.2018

Die Vatikanpost ehrt die Mathematikerin und Theologin Maria Gaetana Agnesi (1718-1799) in deren 300. Geburtsjahr mit einer eigenen Briefmarke. Die aus Mailand stammende Wissenschaftlerin veröffentlichte 1748 ein Buch über die Grundlagen der Analysis; im gleichen Jahr trug ihr Papst Benedikt XIV. (1740-1758) eine Professur in Bologna an. In ihrer Heimatstadt Mailand widmete sich Agnesi der sozialen Hilfe für Frauen und Obdachlose. Obwohl sie keinen akademischen Titel in Theologie besaß, galt sie als Ratgeberin des Mailänder Kardinals Giuseppe Pozzobonelli in theologischen Fragen.

Wie Vatican News am Dienstag weiter meldete, ist auch ein vatikanisches Postwertzeichen zum 70. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die UNO in Vorbereitung. Der Heilige Stuhl unterzeichnete die Erklärung zwar nicht, aber Johannes XXIII. (1958-1963) erkannte sie in seiner Enzyklika "Pacem in terris" von 1963 "trotz begründeter Vorbehalte" als einen "großen Fortschritt für die Menschheit" an.

Ferner stehen 2018 beim vatikanischen Münz- und Markenamt Editionen zum 50. Todestag des Volksheiligen Pater Pio und zur Errichtung der Domkuppel von Florenz vor 600 Jahren an. Die Kuppel von Santa Maria del Fiore mit ihren markanten Längsrippen gilt als Wahrzeichen von Florenz und als Hauptwerk Filippo Brunelleschis. Auch zum Europäischen Jahr des Kulturellen Erbes sowie zum 150. Todestag des Komponisten Gioacchino Rossini sind Sondermarken geplant. (KNA)

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