Vor Papstbesuch: Bürgermeister mit ungewöhnlicher Bitte

Roberto Gómez Baca, Stadtteilbürgermeister in Perus Hauptstadt Lima, liegt viel daran, dass die Visite des Kirchenoberhaupts friedlich verläuft. Dafür wählte er jetzt eine ungewöhnliche Strategie.

Papstreisen | Lima - 12.01.2018

Ungewöhnlicher Aufruf: Der Bürgermeister eines Stadtteils der peruanischen Hauptstadt Lima hat Diebe gebeten, sich während des Papstbesuches am 21. Januar zurückzuhalten. Er hoffe, dass mit dieser Art "Waffenstillstand" auch die Zahl der Delikte in Santiago de Surco zurückgehen möge, sagte Roberto Gómez Baca am Donnerstag (Ortszeit) im Radiosender RPP.

Papst Franziskus wird den vorwiegend von der Mittelschicht bewohnten Stadtteil am Sonntag in einer Woche besuchen und dort auf einem Militärstützpunkt seine Abschiedsmesse halten. Veranstalter rechnen mit mehr als einer Million Teilnehmer.

Gehöriger Spott als Reaktion

Ein erster ähnlicher Appell des Bürgermeisters hatte am Mittwoch für gehörigen Spott gesorgt. Kritiker warfen ihm vor, naiv zu sein und mit seinem Aufruf dem Kampf gegen Kriminalität eine Absage zu erteilen. "Trotz allem, was gesagt wird, bekräftige ich: Ich mache einen Vorschlag für Frieden, denn ich bin ein pazifistischer Bürgermeister", betonte Gómez Baca nun. Ungeachtet dessen, ob die Diebe seinen Appell befolgten oder nicht, sei eine Diskussion über die steigende Kriminalität in Lima wichtig, fügte er hinzu.

Santiago de Surco im Süden Limas hat etwa 300.000 Einwohner und eine vergleichsweise niedrige Kriminalitätsrate. Papst Franziskus wird vom 15. bis 22. Januar Chile und Peru besuchen, die Reisetage eingerechnet. (dpa)

RSS-Feeds  |  Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2018