Während Papstbesuch weniger Morde

Lag es nun an Franziskus selbst oder an den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen? So oder so: Während des Papstbesuchs in Kolumbien ist die Kriminalitätsrate deutlich gesunken.

Papstreisen | Bogota - 11.09.2017

Der Besuch von Papst Franziskus hat sich positiv auf die Kriminalitätsrate Kolumbiens ausgewirkt: Während seines fünftägigen Besuchs sei die Mordrate im gesamten Land um 60 Prozent gesunken, vermeldet Radio Vatikan mit Verweis auf Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos. Der hatte sich nach der Abreise des Papstes vor Journalisten geäußert. Ob es an der höheren Polizeipräsenz oder der Anwesenheit des Papstes lag, ließ er allerdings offen.

Im Durchschnitt 50 Morde pro Tag

Im Durchschnitt vermeldet das Land insgesamt 50 Morde am Tag. Bis zum 31. Juli verzeichnete die Kriminalitätsstatistik allein in der Hauptstadt Bogotá 633 Tötungsdelikte - also etwa drei Morde täglich. Verschiedene Medien melden nun jedoch, dass es während des fünftägigen Papstbesuchs in der Millionenmetropole keinen einzigen registrierten Mordfall gegeben habe.

Präsident Santos sagte, Kolumbien sei durch den Besuch des Heiligen Vaters ein besseres Land geworden. Der Papst sei dort immer willkommen. Franziskus ist am Montag um 12:50 Uhr aus Cartagena kommend auf dem Flughafen Rom-Ciampino gelandet. Von dort begab er sich direkt in den Vatikan.

Kolumbianischer Friedensprozess als Anlass

Franziskus war am Mittwoch zu seiner 20. Auslandsreise aufgebrochen. Stationen waren die kolumbianischen Städte Bogota, Villevicencio, Medellin und Cartagena. Anlass und wichtigstes Thema des Besuchs war der Friedensprozess im Land, mit dem ein mehr als 50 Jahren dauernder Bürgerkrieg beendet werden soll. (gho/KNA/Radio Vatikan)

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