Wertvolles Armreliquiar aus Kapelle gestohlen

Versilbert, vergoldet und mit Edelsteinen besetzt - das Armreliquiar mit Knochenresten des heiligen Petrus Canisius ist wertvoll. Am Dienstag wurde es aus der Sakramentskapelle in Kevelaer gestohlen.

Kriminalität | Kevelaer - 11.10.2017

Ein wertvolles Reliquienbehältnis ist aus der Sakramentskapelle im niederrheinischen Marienwallfahrtsort Kevelaer gestohlen worden. Bisher unbekannte Täter hätten das reich verzierte Kunstwerk in Form eines Armes und einer Hand am Dienstag aus der Kapelle entwendet, wie die Polizei Goch am Mittwoch mitteilte. Das etwa 30 Zentimeter hohe, versilberte, vergoldete und mit Edelsteinen besetzte Behältnis mit Knochenresten des heiligen Petrus Canisius (1521-1597) befand sich in einem verschlossenen Wandkäfig, den die Täter aufbrachen. Der Diebstahl fand während der Öffnungszeiten der Kapelle statt. Das Armreliquiar habe einen unschätzbaren ideellen Wert, hieß es.

Bislang keine Belohnung ausgesetzt

Bis Mittwochnachmittag lagen der Kriminalpolizei in Goch noch keinerlei Hinweise vor, wie ein Sprecher auf Anfrage erklärte. Videokameras seien in der Kapelle nicht installiert. Der Diebstahl sei aufgefallen, als der Küster am Abend die Kapelle abschließen wollte. Der Sprecher des Bistums Münster für die Region Niederrhein, Christian Breuer, sagte auf Anfrage, das Kunstwerk stamme aus der Zeit der Neoromantik zwischen Mitte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit 2010 seien dem Bistum 179 Diebstähle aus Kirchen gemeldet worden. Bislang habe die Diözese keine Belohnung für die Wiederbeschaffung des gestohlenen Reliquiars ausgesetzt. (KNA)

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