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"Wie wollen wir künftig leben?"

Die Präsidentin des Familienbundes der Katholiken Elisabeth Bußmann bewertet das Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als wichtigen Anstoß für eine gesellschaftliche Debatte über den Stellenwert von Ehe und Familie. Die ausdrücklich als Diskussionspapier herausgegebene Vorlage stelle die zentrale Frage: "Wie wollen wir künftig leben?", sagte Bußmann gegenüber katholisch.de.

Familie | Haltern am See - 18.07.2013

Die Präsidentin des Familienbundes der Katholiken Elisabeth Bußmann bewertet das Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als wichtigen Anstoß für eine gesellschaftliche Debatte über den Stellenwert von Ehe und Familie. Die ausdrücklich als Diskussionspapier herausgegebene Vorlage stelle die zentrale Frage: "Wie wollen wir künftig leben?", sagte Bußmann gegenüber katholisch.de.

Mit Blick auf den Wahlkampf müsse sich die Gesellschaft fragen, wie Rahmenbedingungen für ein lebenswertes Familienleben zu schaffen seien.

Zugleich machte Bußmann deutlich, dass der Familienbund die Ehe als beste Voraussetzung für die Familie erachte, damit Kinder sich entfalten können. "Wer Partnerschaft fördern will, muss auch Ehe fördern und deshalb unterscheiden wir uns in der Zielsetzung vom EKD-Papier, weil wir ausdrücklich die Ehe als Ideal einer gelungenen Partnerschaft ansehen", betonte Bußmann. Für die meisten jungen Menschen sei es erstrebenswert, in einer Familie zu leben.

Nicht dem Zeitgeist folgen

Mit diesem Familienbild wolle der Verband bewusst nicht dem Zeitgeist folgen, auch wenn man andere Familienformen mit im Blick habe. "Unser Familienbild, das die Ehe zugrunde legt, hat eine lange Tradition. Tatsächlich wachsen heute 80 Prozent der Kinder bei ihren miteinander verheirateten Eltern auf", so Bußmann weiter. Und auch wenn man andere Formen des Zusammenlebens berücksichtige: Die politische Gestaltung dürfe nicht von einer Minderheit ausgehen.

Der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) war mit ihrer jüngsten "Orientierungshilfe" zur Familie auf Kritik nicht nur von katholischer Seite , sondern auch aus den eigenen Reihen gestoßen.

Die EKD sprach sich darin für einen Kurswechsel in der Familienpolitik aus und warnte vor einem zu engen Verständnis von Familie. Familie sei ein "generationenübergreifender Lebensraum", in dem Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Vertrauen anzustreben seien. Dies gelte auch für homosexuelle Lebensgemeinschaften. (mog/KNA)

Zum Nachlesen

EKD-Familienpapier (pdf)

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