Auf dem Weg zum katholischen Familienzentrum

Wofür wird die Kirchensteuer eigentlich ausgegeben? Das Erzbistum Köln legt einen Schwerpunkt auf Projekte für Familien und fördert zum Beispiel den Ausbau katholischer Familienzentren. Dabei greift es eine Idee der Landesregierung NRW auf.

Familienförderung | Langenfeld - 06.01.2015

Kirchensteuer - wofür wird sie eigentlich ausgegeben? Das Erzbistum Köln legt einen Schwerpunkt klar auf Projekte für Familien und Kinder und fördert zum Beispiel den Ausbau katholischer Familienzentren. Dabei greift die Diözese - wie etwa im Familienzentrum St. Josef "Die kleinen Strolche" - eine Idee der Landesregierung Nordrhein-Westfalen auf.

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Auf dem Weg zum katholischen Familienzentrum: Kirchensteuer für "Die kleinen Strolche" in Langenfeld
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Diese baut bis zum Jahr 2012 rund 3.000 Kindertagesstätten im Land zu Familienzentren aus - darunter auch katholische Einrichtungen. Seit 2006 entwickelt das Erzbistum die bereits vom Land zertifizierten Familienzentren zu katholischen Familienzentren weiter. Diese werden dann anteilig über die Kirchensteuer finanziert.

Was ist ein Familienzentrum?

Familienzentren sind offene Treffpunkte für Eltern, Kinder und auch Senioren aus dem Stadtteil. Eltern erhalten hier Beratung und Hilfe und werden bei Bedarf an Hebammen, Kinderärzte oder spezielle Beratungsstellen wie Schuldnerberatung oder Migrantendienst vermittelt.

Es gibt Elternseminare für die Großen, Sprach- oder Schwimmkurse für die Kleinen. Werkstunden, Zoobesuche oder Schnitzeljagden fördern das Zusammensein von Vätern und Kindern. Mütter entspannen sich in der Sportstunde, während die Kids vom Kita-Personal betreut werden. Senioren laden zur Vorlesestunde ein.

Das katholische Familienzentrum

Katholische Familienzentren legen ihren Schwerpunkt zusätzlich auf die Vernetzung mit dem Seelsorgebereich und katholischen Einrichtungen. So gehören zum katholischen Familienzentrum auch immer andere katholische Kitas am Ort. Zudem arbeitet das Zentrum mit Familienbildungsstätten, dem Migrationsdienst der Caritas, der Katholischen Bücherei oder der Suchtberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) zusammen.

Pfarrer und Gemeinderat stehen ständig im produktiven Austausch mit den Eltern und Mitarbeitern des Familienzentrums. Kindergottesdienste für die ganz Kleinen greifen aktuelle Themen aus dem Familienzentrum auf. Kirchenfeste werden gemeinsam gestaltet, etwa mit Musicals oder Theateraufführungen.

Katholische Familienzentren sind eine lohnende Investition der Kirchensteuer, die Menschen im Stadtteil zusammenführt und Familien unterstützt.

Von Janina Mogendorf

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