Ein päpstliches Miau

Sie sind die liebsten Haustiere der Deutschen. Etwa 12,9 Millionen Katzen leben in Deutschlands Haushalten. Zum heutigen Weltkatzentag stellt katholisch.de einen großen Katzenliebhaber im Vatikan vor.

Papst | Bonn - 08.08.2016

Schon seit seiner Kindheit ist Joseph Ratzinger ein Katzennarr. Die Liebe zu seiner Nachbarskatze "Chico" in Pentling ist so legendär, dass daraus sogar das Kinderbuch "Joseph und Chico" entstanden ist. Bruder Georg Ratzinger beschreibt den Stubentiger in seinem Buch "Mein Bruder, der Papst" allerdings als bösartig und kratzbürstig.

Dafür habe der emeritierte Papst Benedikt XVI. laut seinem Bruder während seiner Professorenzeit in Tübingen einen schwarzen vierbeinigen Begleiter gehabt. Sogar bei Vorlesungen soll die "Zugehkatze" nicht von Joseph Ratzingers Seite gewichen sein. Und auch während seiner Zeit im Vatikan soll er sich um die Straßenkatzen gekümmert haben. Das bestätigt auch sein enger Vertrauter Kardinal Tarcisio Bertone. Laut dem ehemaligen Kardinalsstaatssekretär sprach Benedikt sogar mit den Samtpfoten. Der Erzbischof von Los Angeles, Kardinal Roger Mahony, sagte einmal, dass der Papst Katzen nicht nur liebe, sondern verehre. So bekam auch die Hauskatze des Birmingham Oratory im September 2010 Benedikts ungeteilte Aufmerksamkeit.

Kein Wunder, dass sich Gerüchte über fünf in seiner Papstwohnung lebende Katzen hartnäckig hielten. Seine Haushälterin widersprach diesen allerdings. Der Heilige Vater habe nur eine Sammlung von Porzellankatzen. Diese wird er wohl auch an seinen jetzigen Ruhesitz ins Kloster Mater Ecclesiae mitgenommen haben. Obwohl er dort laut Kurienerzbischof Georg Gänswein mit den zwei Klosterkatzen Contessa und Zorro sogar lebenden Vierbeinerbesuch bekommt. (jch)

Von Julia Haase

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