Papst eröffnet
Glaubensjahr
Dossier: Jahr des Glaubens
Mit einer feierlichen Zeremonie auf dem Petersplatz hat die katholische Kirche am Donnerstag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) vor 50 Jahren gedacht. Bei einer Messe mit den Teilnehmern der derzeit im Vatikan tagenden Weltbischofssynode eröffnete Papst Benedikt XVI. zugleich das "Jahr des Glaubens".
Es soll bis zum 24. November 2013 die Impulse des Konzils für eine Neuevangelisierung der Kirche neu beleben. Wie bei der Konzilseröffnung am 11. Oktober 1962 zogen die Synodenbischöfe in langer Prozession durch das Bronzetor des Apostolischen Palastes über den Petersplatz. Zuletzt folgte Papst Benedikt XVI.
Anders als der Konzilspapst Johannes XXIII., der vor 50 Jahren auf einem Tragsessel durch das Menschenspalier getragen wurde, schloss sich Benedikt XVI. dem Zug der Kardinäle, Patriarchen und Bischöfe im offenen Jeep an. An der Messe mit dem Papst nahmen 14 der 69 noch lebenden Konzilsväter teil. Zur Feier im Vatikan waren auch der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., sowie der Anglikanerprimas Rowan Williams angereist.
Zollitsch: Die Botschaft des Evangeliums ist aktuell
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, lud unterdessen die Gläubigen ein, das "Jahr des Glaubens" auch in Deutschland zu feiern. Er erhoffe sich eine neue Strahlkraft in die Gesellschaft hinein. "Wir haben als Katholiken der Welt von heute Entscheidendes zu sagen. Unsere Stimme wird gehört und die Botschaft des Evangeliums ist aktueller denn je. Deshalb müssen wir unseren Glauben auch nicht verstecken“, betonte Zollitsch heute in Rom.
Das Jahr des Glaubens sei eine Motivation für den Glauben. Papst Benedikt XVI. lade besonders ein, das Glaubensbekenntnis neu zu entdecken. Deshalb sollten die Gläubigen, sich dieses Gebet wieder stärker zu eigen machen als Fundament christlichen Lebens, Glaubens und Handelns. Zollitsch äußerte sich dankbar für die Initiative des Papstes: "Heute morgen haben wir in Rom die Eucharistie mit Papst Benedikt XVI. gefeiert. Einmal mehr ist deutlich geworden, wie sehr die katholische Kirche Weltkirche ist." Diese sei geeint durch Liturgie und Gebet und durch den Glauben an Jesus Christus.
Erzbischof Zollitsch forderte zugleich eine stärkere Lektüre der Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das Konzil sei nicht lediglich ein bedeutendes Ereignis der Vergangenheit, sondern bleibe auch heute eine wichtige Orientierungsmarke auf dem Weg der Kirche.
© KNA


















