Fanal und Formel

Ein halbes Jahrhundert her und immer noch auf der Tagesordnung: Für viele erschien das Zweite Vatikanum damals wie eine Befreiung, für andere wiederum wie eine Bedrohung. Das ist auch heute noch so, und hat gute Gründe.

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Lingua Latina

Die Sprache des Zweiten Vatikanischen Konzils war Latein. In den Reden waren moderne Sprachen nicht erlaubt. Das brachte so manchen Bischof in Schwierigkeiten und verschaffte anderen Oberhirten wohl nicht erhoffte Vorteile.

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"Wir brauchen eine Neuausrichtung"

Kurienkardinal Kurt Koch zur Bedeutung des Konzils und den Vorstellungen von Traditionalisten.

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Gläubige einbeziehen

Wohl keine Entscheidung des Konzils hat die katholische Kirche so sehr verändert wie die von ihm in Gang gebrachte Liturgiereform.

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Interview - 29.09.2012

Dialog ist unersetzlich

Im katholisch.de-Interview verrät Kardinal Lehmann seine Erinnerungen an das Zweite Vatikanische Konzil und spricht über das Jahr des Glaubens.

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Öffnung und Erneuerung

Mit dem Konzil leitete die katholische Kirche eine umfassende Erneuerung ein. Hier die wichtigsten Beschlüsse der insgesamt 16 Konzilstexte:

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Geschichte - 13.09.2012

Das Ereignis, das die Welt veränderte

Dokumentation mit Archivaufnahmen über das Zweite Vatikanische Konzil

Geschichte - 15.09.2012

Aufbruch in der Kirche

Deutsche Welle

Deutsche und deutsprachige Geistliche gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des Konzils. Und das nicht von ungefähr.

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"Mit atemloser Spannung"

Das Konzil zählt zu den bedeutendsten kirchlichen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Doch haben das die Katholiken in Deutschland damals überhaupt so wahrgenommen? Prominente erinnern sich.

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"Ich wäre gerne noch mal nach Rom gefahren"

Bischof Joachim Jobst ist der letzte noch lebende deutschsprachige Konzilsvater. Gewirkt hatte er einst am anderen Ende der Welt.

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"Potenziale verschleudert"

Im Interview erläutert Theologe Ralf Miggelbrink, warum er den Geist und die Beschlüsse des Konzils auch heute noch für wegweisend hält.

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"Das Konzil ist nicht an allem Schuld"

Kirchenhistoriker Wilhelm Damberg warnt davor, das Zweite Vatikanische Konzil für die Krisenerscheinungen in der katholischen Kirche verantwortlich zu machen.

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"Ich kämpfe weiter"

Theologe Hans Küng (84) blickt mit gemischten Gefühlen auf die bedeutsamste Versammlung in der jüngeren Geschichte der katholischen Kirche zurück.

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Das Zweite Vatikanische Konzil

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) ist das wichtigste kirchliche Ereignis des 20. Jahrhunderts. Es leitete umfangreiche Reformen der katholischen Kirche ein. Dazu zählen Gottesdienste in der Muttersprache, die Anerkennung der staatlichen Religionsfreiheit, ein stärkeres Miteinander der christlichen Konfessionen (Ökumene) und der Dialog mit nichtchristlichen Religionen.

Das Konzil war die bisher letzte Versammlung, bei der alle katholischen Bischöfe Beschlüsse fassten. Stimmberechtigt waren rund 2.800 Mitglieder. Die Konzilsväter saßen auf im Petersdom aufgestellten Tribünen und diskutierten auf Latein. Ihre Redezeit betrug anfangs zehn, später acht Minuten.

Papst Johannes XXIII. (1958-1963) kündigte das Zweite Vatikanum kurz nach seiner Wahl an - mit dem Ziel einer Vertiefung des Glaubens und einer Erneuerung der Kirche in die modernen Welt (italienisch: "aggiornamento"). Bei der Eröffnung verzichtete der Papst auf die päpstliche Krone (Tiara) und trug die bischöfliche Kopfbedeckung (Mitra). Johannes XXIII. starb nach der ersten Sitzungsperiode des Konzils.

Die Versammlung, die am 11. Oktober 1962 begonnen hatte, endete am 8. Dezember 1965 unter Papst Paul VI. In vier Sitzungsperioden von jeweils drei Monaten erarbeiteten die Konzilsväter 16 Dokumente: 4 Konstitutionen, 9 Dekrete und 3 Erklärungen. Schlüsseltexte sind die Konstitutionen. Eine davon formulierte mit dem Bild des pilgernden Gottesvolkes ein neues Kirchenverständnis. Die Konstitution über die Liturgie mündete in eine 1970 weltweit umgesetzte Reform des Gottesdienstes. Katholische Traditionalisten kritisieren diese bis heute, ebenso wie die neu formulierte Haltung zu Ökumene und Religionsfreiheit.