Archäologische Grabungen in und unter der Rottenburger Sülchenkirche haben zu geänderten Plänen für die Sanierung der Kirche und der dortigen Gruft der Rottenburger Bischöfe geführt. Unter der Kirche vermuten Forscher eine Martinskirche als ein älterer Vorgängerbau aus dem 6. Jahrhundert. Markant sind die drei Apsiden.
Karolingische Kirchen mit Dreiapsidenchor seien bisher aus Süddeutschland nicht bekannt, betonte die Archäologin Schmid, wohl aber aus der Schweiz in Orten wie Müstair oder Mistail. Deswegen können relativ zuverlässig gezeigt werden, wie die Sülchgauer Kirche damals aussah. Übertrage man etwa den Grundriss der Klosterkirche St. Johann von Müstair, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, auf den Dreiapsidenchor unter der Sülchenkirche, ergebe sich eine verblüffende Übereinstimmung.
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