50 Jahre nach dem Mauerbau am 13. August 1961 ist in diesen Tagen auch die Berliner Versöhnungskapelle auf dem ehemaligen Todesstreifen ein besonderer Besuchermagnet. Sie steht genau dort, wo früher die Versöhnungskirche stand, die der DDR lange Zeit ein Dorn im Auge war. Seit dem Bau der Mauer waren die Gemeindemitglieder von ihrer Kirche abgeschnitten. Weder vom Westteil der Stadt noch vom Osten konnte sie betreten werden. Dann, im Jahr 1985, kam der wohl schlimmste Moment: 24 Jahre nach dem Bau der Mauer wurde die Kirche gesprengt, viele Gemeindemitglieder hatten Tränen in den Augen. Sehr schnell nach der Wiedervereinigung aber setzte sich die Gemeinde für eine Gedenkstätte an dieser Stelle ein - und im Jahr 2000 wurde sie tatsächlich gebaut: die heutige Kapelle der Versöhnung. Gemeinsam mit den vielen jungen Besuchern aus aller Welt hält die Versöhnungsgemeinde hier die Erinnerung an die deutsch-deutsche Teilung und ihre Opfer wach.
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