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Wie es weitergeht

Die Eltern und Paten haben sich Gedanken gemacht, wie sie den Kindern viel Liebe und Halt geben und sie an den katholischen Glauben heranführen können. Überlegungen nach der Tauffeier...

Taufe | Bonn - 06.01.2015

Die Eltern und Paten von Lena, Joel und Marie haben sich Gedanken gemacht, wie es nach der Taufe weitergeht. Sie möchten den Kindern viel Liebe und Halt geben - und sie an den katholischen Glauben heranführen. Wir haben nach der Tauffeier in St. Sebastian in Würselen mit ihnen gesprochen.

Lenas Eltern

Nadine, 26 Jahre, und Roy Kistermann, 39 Jahre haben zwei Kinder: Hanna, drei Jahre, und Lena, sechs Monate. "Wir hoffen, dass wir Lena und Hanna für den christlichen Glauben begeistern können. Dass sie wie wir das Gefühl bekommen, dass er Halt gibt und ein wichtiger Begleiter durchs Leben ist. Wir freuen uns, dass Lena nun mit der Taufe zur Gemeinschaft der Christen gehört. Und wir wollen ihr helfen, sich in dieser Gemeinschaft zu Hause zu fühlen und dort ihren Platz zu finden", sagt Nadine.

Lenas Paten

Dirk Kistermann, 41 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, ist Roys Bruder. "Ich wünsche mir, dass Lena eine glückliche Kindheit verlebt, dass sie sich in der Familie geborgen fühlt und dass sie immer spürt, wie gut und tragfähig die Beziehung zu ihrem Patenonkel ist. Was ich dazu beitragen kann, werde ich tun", sagt er.

Esther Lauter, 41 Jahre, ist eine Freundin der Familie. "Lenas Eltern können auf mich bauen. Ich habe mit der Patenschaft Verantwortung für die Kleine übernommen. Dazu gehört, dass wir uns regelmäßig sehen – und nicht nur an Weihnachten und zum Geburtstag. Ich möchte Lena in unserer immer rücksichtsloseren Welt vermitteln, warum sich ein an christlichen Werten ausgerichtetes Leben lohnt und wie wichtig es ist, auch mal gegen den Strom zu schwimmen", sagt sie.

Joels Eltern

Claudia, 24 Jahre, und Manuel Goertz, 27 Jahre, haben drei Kinder: Sarah, drei Jahre, Enrico, zwei Jahre, und Joel, 10 Monate. "Wir sind selber katholisch. Da liegt es auf der Hand, dass wir unsere Kinder katholisch taufen lassen. Joels Taufkleid haben schon Sarah und Enrico getragen. Mir war es wichtig, dass es gesegnet wurde. Denn vom Segen Gottes geht eine ganz besondere Kraft aus. Das ist für Eltern kleiner Kinder ein beruhigender Gedanke", sagt Claudia.

Joels Paten

David Goertz, 18 Jahre, ist Manuels Bruder. "Ich möchte für Joel da sein. Als Pate bedeutet das für mich, ihm auch mal von Gott zu erzählen und mit ihm zur Kirche zu gehen. Was Verantwortung heißt, habe ich gelernt. Denn ich bin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Und ich würde mich freuen, wenn mein Patenkind mal in meine Fußstapfen tritt. Unterstützen werde ich Joel darin, seinen eigenen Weg zu gehen und wenn nötig auch mal gegen den Strom zu schwimmen", sagt er.

Lisa Moll, 28 Jahre, hat gemeinsam mit ihrem Ehemann Sascha, 30 Jahre, die Patenschaft für Joel übernommen. Das Ehepaar hat vier Kinder: Dylan, sieben Jahre, Rymon, drei Jahre, Joys, 18 Monate, und Sydney, zwei Monate. "Wir sind eng mit Claudia und Manuel befreundet, sehen uns öfter und telefonieren täglich. Regelmäßiger Kontakt ist wichtig. Denn schließlich möchte ich die Entwicklung meines Patenkindes mitbekommen. Ich werde Joel meine ganze Achtsamkeit und Zeit schenken und mit ihm, wenn er älter ist, über Gott und die Welt reden", sagt Lisa.

Maries Eltern

Alexandra, 35 Jahre, und Thomas Hüge, 39 Jahre, haben zwei Kinder: Leon, sieben Jahre, und Marie, sechs Monate. "Die Tauffeier in der Kirche war außergewöhnlich schön. Der Pfarrer hat die Kinder super mit einbezogen. Unser Leon war begeistert, weil er mithelfen durfte. Bestimmt fragt er uns zu Hause Löcher in den Bauch. Das ist für uns Eltern immer eine Herausforderung – vor allem auch, wenn es um Gott geht. Aber ich weiß, dass ich in unserem Pfarrer jederzeit einen guten Ansprechpartner habe. Er steht mitten im Leben und holt jeden dort ab, wo er steht. Das stimmt mich sehr optimistisch, was unseren Glaubensweg als Familie angeht. Für uns Eltern ist es nämlich wichtig, dass unsere Kinder Halt und Geborgenheit im Glauben finden. So ausgerüstet geht man einfach zuversichtlicher durchs Leben", sagt Thomas.

Maries Paten

Dieter Schneider, 53 Jahre, ist verheiratet und hat drei Kinder sowie zwei Enkelkinder. Er ist der Vater von Alexandra. "Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich als Großvater Maries Pate werden sollte. Dafür war die Freude dann umso größer. Ich werde für Marie und natürlich auch für Leon da sein. Denn das ist nicht nur Aufgabe eines Paten, sondern auch eines Großvaters. Wir haben unseren Kindern christliche Werte wie Respekt vor anderen, Toleranz, Friedfertigkeit und Ehrlichkeit vermittelt. Und ich bin davon überzeugt, dass sie diese auch an unsere Enkelkinder weitergeben werden", sagt er.

Nicole Schneider, 28 Jahre, ist Alexandras Schwester. "Die Weichen für die religiöse Erziehung eines Kindes müssen Eltern stellen. Ich als Patin werde sie darin unterstützen, aber keine Richtung vorgeben. Ich wünsche mir, dass Marie immer Menschen findet, auf die sie bauen und mit denen sie tragfähige Beziehungen aufbauen kann. Dass ich ein solcher Mensch für sie sein möchte, habe ich nicht zuletzt mit meiner Patenschaft deutlich gemacht. Marie soll auch später noch spüren, dass bei mir immer Platz für sie ist", sagt Nicole.

Von Margret Nußbaum

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