Glaube
22
April
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Ursprünglich fehlte der Abschnitt des Markusevangelium 16, 9-20. Er wurde wohl nachträglich aus anderen Osterberichten zusammengestellt, aus der Überzeugung heraus, dass ein Evangelium nicht schließen könne, ohne die Begegnung des Auferstanden mit seinen Zeugen zu berichten. Wichtig im Anhang des Markusevangelium sind zum einen, dass die Jünger zuerst große Probleme mit dem Glauben hatten, nur der Geist Gottes kann sie zu Zeugen der Auferstehung und Boten des Evangeliums machen und sie in den Dienst des Glaubens stellen. Die Auferstehung und Erhöhung Jesu erreichen ihr Ziel erst darin, wenn in der ganzen Welt das Evangelium verkündigt wird. Nicht für sich selbst ist Jesus gestorben und auferweckt worden, sondern "für uns Menschen und zu unserem Heil".

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Gebet des Tages

Bitte Gott jeden Tag
neu darum, Liebe für
deine Brüder und Schwestern
in dein Herz auszugießen
und Liebe für dich in ihr Herz
zu säen.

Gott verweigert
einer Gemeinschaft nichts,
die so zu ihm betet;

denn er will, dass wir
einander lieben, wie
er selbst uns geliebt hat.

(Pierre-Marie Delfieux)

Apg 4, 13-21

Lesung aus der Apostelgeschichte

Als sie den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, dass es ungelehrte und einfache Leute waren, wunderten sie sich. Sie erkannten sie als Jünger Jesu, sahen aber auch, dass der Geheilte bei ihnen stand; so konnten sie nichts dagegen sagen.

Sie befahlen ihnen, den Hohen Rat zu verlassen; dann berieten sie miteinander und sagten: Was sollen wir mit diesen Leuten anfangen? Dass offensichtlich ein Wunder durch sie geschehen ist, ist allen Einwohnern von Jerusalem bekannt; wir können es nicht abstreiten.

Damit aber die Sache nicht weiter im Volk verbreitet wird, wollen wir ihnen bei Strafe verbieten, je wieder in diesem Namen zu irgendeinem Menschen zu sprechen. Und sie riefen sie herein und verboten ihnen, jemals wieder im Namen Jesu zu predigen und zu lehren.

Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen: Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst. Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.

Jene aber drohten ihnen noch mehr und ließen sie dann gehen; denn sie sahen keine Möglichkeit, sie zu bestrafen, mit Rücksicht auf das Volk, da alle Gott wegen des Geschehenen priesen.

Mk 16, 9-15

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus                                                                   

Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten.

Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten.

Auch sie gingen und berichteten es den anderen, und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

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