Glaube
15
November
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Albert ist einer der größten mittelalterlichen Theologen der Scholastik. Er war Historiker, zugleich Philosoph, Jurist, Naturwissenschaftler und vor allem Theologe. Schon von seinen Zeitgenossen wurde er "der Große" genannt, latinisiert "Albertus Magnus". Er wurde um 1193 (oder 1206) in Lauingen an der Donau geboren. Er studierte in Padua, wo er einen Onkel hatte, und wurde dort 1223 Dominikaner. Wenig später kam er nach Köln, dozierte dann in Hildesheim. 1260 übernahm er auf Weisung des Papstes die Leitung des Bistums Regensburg; 1262 nahm Papst Urban IV. seinen Rücktritt an. 1274 nahm Albert als Theologe am 2. Konzil von Lyon teil (wo er die Nachricht vom Tod seines Schülers Thomas von Aquin erhielt). Dann kehrte er nach Köln zurück, wo er lehrte und schrieb, bis zwei Jahre vor seinem Tod seine Kräfte versagten. Er starb 1280. - Albert, "Doctor universalis" genannt, beherrschte das ganze philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Erst 1931 wurde er heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

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Gebet des Tages

Gott, du Quelle aller Weisheit
du hast dem heiligen Bischof Albert
die Gabe geschenkt,
das Wissen seiner Zeit und den Glauben
in Einklang zu bringen.

Gib uns die Weite seines Geistes,
damit der Fortschritt der Wissenschaft uns hilft,
dich tiefer zu erkennen und dir näher zu kommen.

(aus dem Tagesgebet)

Weish 6, 1-11

Lesung aus dem Buch der Weisheit

Hört, ihr Könige, und seid verständig, lernt, ihr Gebieter der ganzen Welt! Horcht, ihr Herrscher der Massen, die ihr stolz seid auf Völkerscharen! Der Herr hat euch die Gewalt gegeben, der Höchste die Herrschaft, er, der eure Taten prüft und eure Pläne durchforscht.

Ihr seid Diener seines Reichs, aber ihr habt kein gerechtes Urteil gefällt, das Gesetz nicht bewahrt und die Weisung Gottes nicht befolgt. Schnell und furchtbar wird er kommen und euch bestrafen; denn über die Großen ergeht ein strenges Gericht.

Der Geringe erfährt Nachsicht und Erbarmen, doch die Mächtigen werden gerichtet mit Macht. Denn der Herrscher des Alls scheut niemand und weicht vor keiner Größe zurück. Er hat klein und groß erschaffen und trägt gleiche Sorge für alle; den Mächtigen aber droht strenge Untersuchung.

An euch also, ihr Herrscher, richten sich meine Worte, damit ihr Weisheit lernt und nicht sündigt. Wer das Heilige heilig hält, wird geheiligt, und wer sich darin unterweisen lässt, findet Schutz. Verlangt also nach meinen Worten; sehnt euch danach, und ihr werdet gute Belehrung empfangen.

 

Lk 17, 11-19

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!

Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein. Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme.

Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien. Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

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