Unsere Bibel

Im Grunde ist schnell erklärt, was die Bibel ist: Die anerkannten Schriften von der Erschaffung der Welt bis zur Entstehung der ersten christlichen Gemeinden. Allerdings greift die Erklärung zu kurz.

Bibel - Die heilige Schrift

Die Bibel umfasst die Bücher des Alten und Neuen Testaments und ist die Heilige Schrift der Christen. Als Dokument der göttlichen Offenbarung ist die Bibel für Glauben, Leben und Handeln richtungsweisend. Das Wort Bibel ist abgeleitet vom griechischen Biblion, im ursprünglichen Sinn Buch- oder Schriftrolle, Dokument, Brief. Die gebräuchlichere Übersetzung als Buch- bzw. Schriftrolle wirft auch ein Licht auf den lebendigen Entstehungsprozess der Bibel. Über Jahrhunderte wurden die Geschichten des Alten Testaments mündlich weitergegeben bis sie zunächst auf Schriftrollen festgehalten wurden. Die zahlreichen Schriftrollen mit ihren verschiedenen Einzelerzählungen wurden im Laufe der Zeit neu geordnet, die Texte zum Teil überarbeitet und dann zu einem Buch zusammengefügt: So entstand das Alte Testament, der erste Teil der Bibel, der zugleich die Heilige Schrift des Judentums ist und die christliche mit der jüdischen Religion verbindet. Der zweite Teil der Bibel, das Neue Testament, wurde zunächst durch mündliche Erzählungen über Leben und Wirken Jesu weitergegeben, die jedoch zum Teil schon wenige Jahrzehnte nach Tod und Auferstehung Jesu in schriftlicher Form gefasst wurden. Insofern unterscheiden sich die beiden Hauptteile der Bibel, das Alte und das Neue Testament, nicht nur hinsichtlich ihrer Entstehung, ihres Umfangs und Inhalts. Die Originalsprachen des AltenTestaments sind Hebräisch und Aramäisch, der Text des Neuen Testaments ist in Griechisch verfasst.

Die Entstehungsgeschichte der Bibel reicht bis ins 1. Jahrtausend vor Christi Geburt zurück. Die Bibel ist die Geschichte Gottes mit den Menschen und erzählt, wie Menschen Gott begegnet sind und wie diese Erfahrung ihr Leben verändert hat. Viele historisch nachprüfbare Daten und Personen, die in den biblischen Erzählungen zu finden sind, belegen, dass die Geschichte Gottes mit den Menschen nicht einfach erfunden ist. Dabei ist die Bibel mehr als ein Geschichtsbuch – Juden wie Christen glauben, dass die Bibel von Menschen unter der Einwirkung des göttlichen Geistes geschrieben wurde. Die Botschaft Gottes in einer Sammlung von Worten und Sprüchen, von Erzählungen und Dichtungen, die dann als Heilige Schrift oder Wort Gottes bewertet wurden. Die biblischen Texte sind trotz ihres hohen Alters zeitlos und nach wie vor aktuell: Stets geht es um persönliche Fragen und Fragen des Lebens, die Menschen heute genauso umtreiben wie damals.

Nicht alle Texte, die von biblischen Geschichten handelten, wurden automatisch als Heilige Schriften anerkannt und mit in die Bibel aufgenommen. Die Auswahl und Zusammenstellung der <a href="http://katholisch.de/glaube/unsere-bibel/die-bucher-der-bibel">biblischen Bücher</a> folgte bestimmten Kriterien, die maßgebend für die Aufnahme in den so genannten biblischen Kanon waren. Der erste Teil der Bibel, das Alte Testament, ist nach katholischer Zählung eine Sammlung von 46 sehr unterschiedlichen Büchern, die in vier Gruppen zusammengefasst werden: Gesetzbücher, Geschichtsbücher, Lehrbücher und Psalmen und Prophetenbücher. Die evangelische Zählung folgt dieser Einteilung, kommt jedoch nur auf 39 Bücher. Dieser Unterschied ergibt sich aus der Tatsache, dass die Katholische Kirche die sieben auf Griechisch geschriebenen Schriften aus der Zeit zwischen Alten und Neuen Testament in ihren Kanon mit aufgenommen hat. Nach jüdischer Zählung gibt es aufgrund einer wieder anderen Anordnung nur 24 Bücher.

Die Bibel - Neues und altes Testament

Die Entstehung des Neuen Testaments begann ebenfalls mit mündlichen Überlieferungen. Die inzwischen an verschiedenen Orten Palästinas, Syriens, Ägyptens; Kleinasiens (heute Türkei) und Griechenlands lebenden Christen verbreiteten dort die Botschaft Jesu. Die Überlieferung von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung wurde bald zum Urbekenntnis der Christen, das im Brief des Apostels Paulus an die Korinther geschrieben steht: „Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift“ (1 Korinther 15,3f.) Bis das Neue Testament in seiner heutigen Form fertiggestellt wurde, nutzten die frühen Christen das Alte Testament als Bibel. Im Zuge der christlichen Mission entstanden Briefe an die neugegründeten Gemeinden, etwas später dann die vier Evangelien, die zum Fundament der christlichen Botschaft wurden. Die Texte der Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas sind weitgehend parallel aufgebaut, in vielen Textpassagen gibt es wörtliche Übereinstimmungen. Offensichtlich haben die drei Evangelisten dieselben schriftlichen Quellen verarbeitet. Anders das Johannesevangelium, das nicht nur einen anderen Aufriss bietet, sondern auch andere Quellen benutzt hat. Nur in der Leidensgeschichte Jesu greifen die vier Evangelisten auf dieselbe Überlieferung zurück. Ähnlich wie bei der Entstehung des Alten Testaments gab es auch bei der Entstehung des Neuen Testaments etliche Schriften, die nicht die Kriterien für die Aufnahme in den Kanon erfüllten und dementsprechend dann nicht in die Sammlung der neutestamentlichen Texte aufgenommen wurden. Es dauerte bis zum 4. Jahrhundert, bis der neutestamentliche Kanon in seiner heutigen Form festgelegt war: 27 Schriften, die auf folgende Gruppen aufgeteilt wurden: Evangelien, Apostelgeschichte, Briefe des Apostels Paulus, Katholische Briefe und Offenbarung des Johannes.

In der Bibel wurde das Alte Testament dem Neuen Testament vorangestellt, um den sachlichen Vorrang und die bleibende Bedeutung der jüdischen Bibel für den christlichen Glauben in Erinnerung zu halten.

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