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Dokumentation: BR-Gottesdienst aus Assisi

Katholischer Gottesdienst vom 04.10.2013 mit Papst Franziskus

Der Gottesdienst mit Papst Franziskus am Gedenktag des Heiligen Franziskus ist für ganz Assisi ein großes Fest. Denn der Papst aus Argentinien ehrt seinen Namenspatron an diesem Tag auf seine Weise: unkonventionell, unmissverständlich, programmatisch. Seit seinem Amtsantritt im März fordert Papst Franziskus seine Kirche immer wieder auf, an die Ränder der Gesellschaft zu gehen. Wie das geht, zeigte er inzwischen selbst etliche Male, als er z.B. am Gründonnerstag im Gefängnis Inhaftierten die Füße wusch, als er den Flüchtlingen auf Lampedusa sein tiefes Mitgefühl ausdrückte oder auch auf der ersten Auslandsreise zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro, als er mit Drogensüchtigen zusammenkam. Selbstverständlich stehen daher auch bei der ersten Pastoralreise des Oberhaupts der katholischen Kirche nach Assisi die Begegnungen mit Armen und Kranken im Mittelpunkt.

Denn der Name "Franziskus" ist für den ersten Papst aus Lateinamerika Programm. In Wort und Tat nimmt er Bezug auf den heiligen Franziskus, der 1181 in Assisi geboren und 1226 dort bestattet wurde. Der Sohn eines reichen Kaufmanns fasziniert viele Menschen bis heute. Denn er krempelte sein Leben um und stellte sich mit einer damals nicht gekannten Radikalität in die Nachfolge Christi.

Um nackt dem nackten Christus zu folgen, verschenkte er sein ganzes Hab und Gut und lebte in völliger Armut. Er teilte sein Leben mit den Armen und gestaltete es im Einklang mit den Tieren und der Natur. Schon zwei Jahre nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen. Wegen seiner asketischen und überzeugenden Lebensform wird der Heilige aus Assisi heute auch in anderen Religionen verehrt.

BR

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