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Dokumentation: BR-Neujahrsgottesdienst aus Rom

Neujahrsgottesdienst vom 01.01.2015 aus Rom

Seit der argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio als Papst Franziskus an der Spitze der katholischen Kirche steht, fasziniert er viele mit seinen einfachen Worten und Gesten. Unmissverständlich stellt er sich auf die Seite der Armen und fordert eine "Theologie auf den Knien". Er ist kein wortgewaltiger Redner. Doch seine Worte gehen zu Herzen, seine Bilder prägen sich ein. Wenn er zum Beispiel die Kirche mit einem Lazarett vergleicht, in dem es darum geht, die Wunden zu heilen, Nähe und Verbundenheit zu zeigen.
Und so sind am Neujahrsmorgen Besucher aus der ganzen Welt in Rom, um mit Papst Franziskus das neue Jahr zu beginnen. Traditionell feiert die katholische Kirche an diesem Morgen das Hochfest der Gottesmutter Maria und ruft zum Frieden in der Welt.
Im Mittelpunkt des Weltfriedenstages am 1. Januar 2015 steht der Kampf gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei. Papst Franziskus hat den Tag unter das Leitwort "Nicht länger Sklaven, sondern Brüder und Schwestern" gestellt. Der Papst will damit den Blick der Kirche auf das heute immer noch aktuelle Thema Menschenhandel lenken und einen nachdrücklichen Appell an die internationale Politik richten. Menschenhandel und moderne Sklaverei seien eine "schreckliche offene Wunde" der Gegenwart, so der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden, der diesen Gottesdienst mitgestaltet.
Der Weltfriedenstag wurde von Papst Paul VI. 1968 ins Leben gerufen. Seither wenden sich die Päpste zu Jahresbeginn mit einer Friedensbotschaft an die Repräsentanten der Staaten und an "die Menschen guten Willens" in aller Welt.

BR

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