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Impulse zum Thema Entschleunigung

Ist unsere Zeit aus den Fugen?

„Tempus fugit“ hieß es auf alten Sonnenuhren, „die Zeit flieht dahin“. Dann hat die Industrialisierung den Menschen fast wie eine Maschine getaktet. Die Digitalisierung unserer Zeit setzt schließlich ganz auf die Gleichzeitigkeit von Informationen. Lebensweisheiten wie „Alles hat seine Zeit“ aus dem Buch Kohelet scheinen der Vergangenheit anzugehören. – Doch auch heute gibt es Gegenstimmen. „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist „Entschleunigung“ zu einem Zauberwort geworden.

Den Auftakt macht Aleida Assmann: Nach ihrem im Sommer erschienenen Buch „Ist die Zeit aus den Fugen?“ kam das Zeitregime der Moderne an sein Ende. Der Zeitforscher Karlheinz Geißler stellt seine These vom Unterschied zwischen Rhythmus und Takt vor. Am Nachmittag gibt Äbtissin Carmen Tatschmurat, von Haus aus Soziologin, Hinweise aus der Benediktsregel und dem Mitleben des Kirchenjahrs. Pfarrer Uwe Becker, der sich eingehend mit dem Thema Sabbat und Sonntag beschäftigt hat, lotet das Potenzial der Wochengestaltung aus.

Alexander Seibold

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