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Schwarze Löcher im frühen Universum

Neue Einsichten zum Thema "Massive Schwarze Löcher und die Entwicklung von Galaxien"

Seit der Entdeckung der Quasare vor etwa 40 Jahren haben sich die Indizien gehäuft, dass in den Zentren von Milchstraßensystemen massive Schwarze Löcher sitzen, die durch Akkretion von Gas und Sternen effizient Gravitationsenergie in Strahlung umwandeln.

Durch hochauflösende Messungen im Infrarot- und Radiobereich ist es jetzt hinsichtlich des Zentrums unserer eigenen Milchstraße gelungen, einen überzeugenden Beweis für diese Hypothese zu liefern. Zugleich wurden neue und unerwartete Resultate über den dichten Sternhaufen in der unmittelbaren Umgebung eines Schwarzen Lochs erbracht.

Gleichzeitig ist klar geworden, dass die meisten Galaxien massive Schwarze Löcher beherbergen, und dass diese bereits etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sein müssen. Zu diesen Erkenntnissen haben neue Entwicklungen in der Infrarot-Instrumentierung und der adaptiven Optik am neuen Großteleskop der ESO (European Southern Observatory), dem Very Large Telescope (VLT), beigetragen. 

Prof. Dr. Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching erklärt die komplexen Zusammenhänge. Er forschte in Cambridge und Berkeley, lehrte an der University of California in Berkeley und ist Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik seit 1986. Außerdem lehrt er als Honorarprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und als Full Professor of Physics an der University of California in Berkeley.

Alexander Seibold

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