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Berlinale 2016 - Filmkritik: Fire at sea

Leben im Angesicht der Katastrophe. Seit 20 Jahren treffen Flüchtlinge auf Lampedusa ein. Die Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Einwohner zeigt die Dokumentation.

4500 Einwohner zählt Lampedusa. Die kleine Insel im Mittelmeer wird für zwei Jahre zur Heimat des Regisseurs, Gianfranco Rosi. In starken Bildern begleitet der Film die Einwohner durch alltägliche Begebenheiten, zeigt wie sie leben und lieben, kochen und arbeiten. Der 12-jährige Samuele lebt mit seiner Familie auf Lampedusa und der Zuschauer wird Zeuge seines Aufwachsens.

Neben dieser Normalität hat Lampedusa noch eine andere, eine dunklere Seite, die der Film thematisiert. Beinahe täglich erreichen Flüchtlingsboote die Insel. Lebendig und tot.
Rosis Kamera ist allgegenwärtig. Er ist dabei, wenn SOS-Funksprüche in der Rettungszentrale eingehen, Flüchtlinge registriert werden, wenn Not und Elend zum Alltag werden. 

Der Film stellt beide Erzählstränge nebeneinander, ohne dass sie sich jemals überschneiden. Welche Auswirkungen die Flüchtlingskrise auf Samuele und die anderen Bewohner hat, bleibt der Interpretation des Zuschauers überlassen.

Ein einzigartiger Blick auf die Geschehnisse und das Leben auf Lampedusa.

FilmDienst-Redakteurin Felicitas Kleiner über die Dokumentation "Fire at sea".

Die Filmkritik ist eine Kooperation von katholisch.de und dem FilmDienst. Mehr Informationen zum Film: filmdienst.de

katholisch.de

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