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Ostern in Rom vom 16.04.2017

Gottesdienst mit Papst Franziskus und Segen "Urbi et Orbi"

Die weltpolitische Lage, Krieg und Gewalt in Syrien, der Anschlag in Sankt Petersburg, die Naturkatastrophe in Peru, all das überschattet auch das Osterfest im Vatikan. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Petersplatz wurden nochmals erhöht. Doch die Pilger aus aller Welt lassen sich davon nicht irritieren. Sie wollen mit Papst Franziskus den Ostergottesdienst feiern.

Für Papst Franziskus ist es das fünfte Osterfest. Seit 2013 ist er im Amt, vieles hat sich seither verändert. Der Papst aus Argentinien hat „seinen“ Stil. „Höfische Gewohnheiten und Verhaltensweisen wie Intrigen, Tratsch, Seilschaften, Günstlingswirtschaft und Bevorzugungen“ sind ihm ein Dorn im Auge. Sein Ideal: eine Kirche, die Barmherzigkeit, Wärme und Zuwendung ausstrahlt. 

Heuer wehen auch wieder einige bayerische Fahnen auf dem Petersplatz. Abordnungen von Gebirgsschützen, Trachtlern und Pfarreien aus Bayern sind nach Rom gereist, denn Papst Benedikt emeritus begeht am Ostersonntag seinen 90. Geburtstag. Sie hoffen, dem bayerischen Papst ihre Aufwartung machen zu können. 

Am Ostermontag wird es – aus Rücksicht auf das Alter des Jubilars – einen kleinen Geburtstagsempfang geben, zu dem sich auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm angekündigt haben. 

Auch viele orthodoxe Pilger haben sich zur Ostermesse angekündigt. Die westliche und orthodoxe Christenheit feiert in diesem Jahr am selben Tag das Osterfest, was erst 2025 wieder der Fall sein wird. Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums sehen viele den gemeinsamen Ostertermin als eine gute Chance, das ökumenische Miteinander zu zeigen.

Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi, ist der höchste Feiertag der Christen. Es wird traditionell am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert. Der Apostolische Segen "Urbi et Orbi" wird nur an Ostern, Weihnachten und direkt nach dem ersten öffentlichen Auftritt eines neu gewählten Papstes erteilt. Das war am 13. März 2013, als Papst Franziskus nach seiner Wahl mit einer Überraschung aufwartete und bei seiner ersten kurzen Ansprache auf der Benediktionsloggia die Menschen auf dem Petersplatz um einen Gefallen bat: „Bevor der Bischof das Volk segnet, bitte ich euch, den Herrn anzurufen, dass er mich segne: das Gebet des Volkes, das um den Segen für seinen Bischof bittet.“

BR

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