Player wird geladen ...

"Hier braucht’s Tat!“ - Theaternachlese zu Lessings Nathan der Weise

„Nathan der Weise“ ist ein Werk über Humanismus und Toleranz im Sinne der Aufklärung. Als Gemeinsamkeit der Religionen wird dabei die Moral festgehalten. In der Ringparabel ist die gute Tat der Boden, auf dem sich die Religionen begegnen können.

Sieben Söhne werden dem Juden Nathan von Christen gemeuchelt. Siebenfach liebt er dennoch väterlich ein christliches Waisenmädchen. Religion als Projekt der vollendeten Vermenschlichung steht und fällt mit gelebter Nächstenliebe. Die rechte Lehre erweist sich erst als wahr in der rechten Glaubenspraxis. Vernunft gebietet Liebe, Liebe überbietet das Vernünftige. Religion erfüllt sich in Liebe. Lieblose Religion unterbietet die Vernunft. Dieses Programm ist in Zeiten interreligiöser Dialoge und der Beschwörung religiöser Toleranz ein Gang auf Messers Schneide.
Im Podium:
· Willy Praml und Ensemble
· Prof. Dr. Günter Kruck, Philosoph
· Dr. Lisa Straßberger, Literaturwissenschaftlerin
· Prof. Dr. Elisa Klapheck, Rabbinerin
· Dr. Stefan Scholz, Theologe
· Daher Ben Neticha, Islamischer Theologe

Timo Michael Keßler

Video teilen:

Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2017