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Die Welt der Grabmäler

Als Steinmetz am Melatenfriedhof

Ein kleiner schneeweißer Engel leuchtet am Hauptweg des Kölner Melatenfriedhofs. Ein Mann hat ihn bei einem Antiquitätenhändler erstanden. Nun wacht er über dem Grab seiner viel zu jung verstorbenen Frau.

Weiter hinten im Friedhofspark ziert ein steinernes Handy ein kleines Urnengrab. Ein Sohn hat es für seine Mutter anfertigen lassen, weil sie eine moderne Frau war, die als erste von allen einen Computer und eben auch ein Mobiltelefon hatte.

Versteckt hinter einer Biegung wacht der Tod über ein altes Grab. Ihm zu Füßen ein runder roter Stein, auf dem sich ein dicker Frosch aus Bronze sonnt. Eine Steinmetzfamilie pflegt die alte Grabstätte und hat ihren kleinen Sohn hier beigesetzt. Sein Spitzname war Fröschlein.

Es sind Geschichten wie diese, die die besondere Bedeutung von Grabmälern zeigen. Für die Hinterbliebenen ist es wichtig, einen Ort der Trauer zu kennen und ihn individuell zu gestalten. Ein schöner Gegentrend zur anonymen Entsorgungstendenz der letzten Jahre.

Steinmetz und Bildhauer Michael Prickartz betreibt sein Geschäft gleich vor dem Haupteingang des Kölner Zentralfriedhofs. In mehr als zwanzig Jahren in diesem Beruf hat er schon viel erlebt und kennt sich bestens aus in der Welt der Grabmäler.  

Gregory McKenzie Elson, Janina Mogendorf

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