Benedikt XVI. beendet Sommerurlaub
Der emeritierte Papst hatte das erste Mal seit seinem Rücktritt wieder in den Albaner Bergen geurlaubt

Benedikt XVI. beendet Sommerurlaub

Es war das erste Mal seit seinem Rücktritt, dass Benedikt XVI. seinen Sommerurlaub wieder in Castel Gandolfo verbracht hat. Nun ist er wieder in den Vatikan zurückgekehrt. Mit einem Brief bedankte er sich für die Tage in den Albaner Bergen.

Vatikanstadt - 14.07.2015

"In diesen beiden wunderschönen Urlaubswochen habe ich mich aufs Neue darin bestätigt gefühlt, was ich vor einigen Jahren über die natürliche Schönheit von Castel Gandolfo gesagt habe", heißt es in einem Dankesschreiben von Benedikt XVI. an die Bürgermeisterin von Castel Gandolfo, Milvia Monachesi. Er habe sich von der stillschweigenden Sympathie der Bewohnern getragen gefühlt, zitierte das lokale Internetportal "Il Mamilio" weiter aus dem Brief.

Am 4. Juli nahm Benedikt XVI. in der Sommerresidenz die Ehrendoktorwürden der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau sowie der Krakauer Musikhochschule entgegen. Seine Dankesrede war die erste offizielle Äußerung seit seinem Rücktritt. Sie wurde in den Pressemitteilungen des Vatikan im Wortlaut veröffentlicht.

"Ich kann sogar das Meer sehen"

Um der römischen Sommerhitze zu entfliehen, verbrachte Benedikt XVI. zwischen Juli und Anfang September jedes Jahr mehrere Wochen in Castel Gandolfo. Johannes Paul II. und dessen Vorgänger hielten es ebenso. Franziskus brach nach seinem Amtsantritt mit dieser Tradition.

Benedikt XVI. bezog sich in seinem Dankesbrief auf eine frühere Aussage, die heute auf einer Steintafel an der Fassade des Rathauses von Castel Gandolfo steht: "Hier finde ich alles: die Berge, den See - ich kann sogar das Meer sehen - und nette Menschen." (KNA)

Linktipp: Sie lieben ihn hier

Seit zwei Jahren ist die Sommerresidenz Castel Gandolfo verwaist. Der amtierende Papst blieb bisher lieber im Vatikan. Und der zurückgetretene traute sich noch nicht zu kommen. Nun verbringt Benedikt XVI. wieder eine Saison in den Albaner Bergen.