Die Hände junger Menschen greifen nacheinander.
Zweite Ausschreibung der Bischofskonferenz läuft bis März 2017

Bischöfe loben erneut Preis gegen Rassismus aus

Die Deutsche Bischofskonferenz vergibt den zweiten "Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus". Bis März können Vorschläge für die Empfänger des Preisgeldes eingereicht werden.

Bonn - 07.12.2016

Die Deutsche Bischofskonferenz schreibt zum zweiten Mal den "Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus" aus. Ziel sei es, für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu werben und gegen Ressentiments und Hassparolen Stellung zu beziehen, erklärte der Vorsitzende der Migrationskommission der Bischofskonferenz, Hamburgs Erzbischof Stefan Heße, am Mittwoch in Bonn.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden können. Die Preisverleihung findet am 20. Juni 2017 in Berlin statt. Der Jury gehören unter anderen der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der Journalist Heribert Prantl, Caritas-Präsident Peter Neher und die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses für die Interkulturelle Woche, Gabriele Erpenbeck, an.

Mit dem Preis sollen Personen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren oder sich prägend an katholischen, ökumenischen oder gesellschaftlichen Initiativen beteiligen. "Besonders möchte ich auch junge Katholiken ermutigen, sich mit ihren Projekten gegen Fremdenfeindlichkeit und für interkulturelle Verständigung zu bewerben", betonte Heße.

Vorschlagsfrist: 3. März 2017

Bewerbungen und Vorschläge für mögliche Preisträger können bis zum 3. März 2017 im Sekretariat der Bischofskonferenz eingereicht werden. Der Einreichung sollte eine schriftliche Beschreibung des Projekts oder des Engagements beigefügt sein. Weitere Informationen sind im Internet auf den Seiten der Bischofskonferenz abrufbar. Dort können auch Materialien wie Flyer und Plakate bestellt werden. (kim/KNA)

Linktipp: Wenn christliche Nächstenliebe erfahrbar wird

In Berlin ist im Dezember 2015 erstmals der Katholische Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verliehen worden. Den ersten Preis erhielten der Duisburger Pater Oliver Potschien und das Sozialpastorale Zentrum "Petershof". (Artikel von Dezember 2015)