Bund fördert Umbau der Hedwigs-Kathedrale
Gesamtkosten liegen bei etwa 60 Millionen Euro

Bund fördert Umbau der Hedwigs-Kathedrale

Über den Umbau der Berliner Kathedrale wurde heftig diskutiert. Vor kurzem wurde er beschlossen. Etwa 60 Millionen Euro soll das Bauprojekt kosten - und nicht nur der Staat wird dazu beitragen.

Berlin - 25.11.2016

Der Bund fördert die geplante Sanierung und den Umbau der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale mit insgesamt zwölf Millionen Euro. Im Haushalt des Bundesbauministeriums ist im kommenden Jahr eine Million Euro vorgesehen, wie eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag bestätigte. Für 2018 sind es sechs Millionen Euro und für 2019 fünf Millionen Euro.

Das Erzbistum Berlin schätzt die Kosten des gesamten Projekts auf 60 Millionen Euro. 43 Millionen Euro sind für die Bischofskirche veranschlagt, 17 Millionen Euro für das benachbarte kirchliche Bernhard-Lichtenberg-Haus. Die Bauarbeiten sollen frühestens 2018 beginnen.

Baubeginn nur bei Kostendeckung

Für das Projekt hat das Erzbistum Eigenmittel in Höhe von 20 Millionen Euro zurückgestellt. Mit weiteren 20 Millionen Euro rechnet es von den 26 anderen deutschen (Erz-)Diözesen. Der Rest, darunter die zwölf Millionen, sollen vom Bund, dem Land Berlin und Sponsoren kommen. Erzbischof Heiner Koch betonte, er werde das Vorhaben nur angehen, wenn die Kosten gedeckt seien.

Koch hatte seinen Beschluss zur Umgestaltung des Kathedralinneren am 1. November bekanntgegeben. Im Lichtenberg-Haus sind Bildungseinrichtungen, ein "niedrigschwelliges Caritasangebot" sowie der Dienstsitz des Berliner Erzbischofs geplant. (KNA)

Linktipp: Umbau der Hedwigskathedrale beschlossen

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat seine Entscheidung in einem Hirtenwort bekanntgegeben. Damit ist auch klar, was mit der umstrittenen Bodenöffnung passiert.