Rechtsextreme demonstrieren in deutschen Städten.
Dresdner Theologe sieht Religionslosigkeit im Osten als Mitgrund für radikale Positionen

Fehlende Religiosität führt zu Rechtsextremismus

Der Theologe Frank Richter sieht Gründe für den Rechtsextremismus in Sachsen auch in der fehlenden Religiosität der Bevölkerung. Denn die Menschen im Osten Deutschlands seien zu 80 Prozent areligiös. Damit fehle eine Ressource ethischer Maßstäbe.

Dresden - 23.02.2016

Hinzu komme, dass die Bevölkerung nach wie vor sehr homogen sei. Es gebe wenig Erfahrung mit ethnischer Vielfalt. Gleichwohl sei es falsch, die sächsische Bevölkerung pauschal für fremdenfeindlich zu erklären. In den rechtsradikalen Ausschreitungen und Demonstrationen der vergangenen Wochen sieht Richter auch eine "Distanz vieler Menschen gegenüber der gesellschaftlichen und politischen Ordnung der Bundesrepublik". Viele zeigten ihr Gefühl, fremd in der eigenen Heimat geworden zu sein. Es gebe zudem Ängste vor einer materiellen und kulturellen Enteignung. Diese Ängste manifestierten sich angesichts der "neuen Fremden", die als Flüchtlinge ins Land kämen. (KNA)

Religiöse Früherziehung: Über Gott sprechen

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