Heße ruft zur Begegnung mit Fremden auf
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Erzbischof predigt zum Abschluss der diözesanen Ansgarwoche

Heße ruft zur Begegnung mit Fremden auf

Erzbischof Stefan Heße ruft zur Begegnung mit Flüchtlingen und Fremden auf. Darin liege eine Chance für einen "menschlichen, gemeinschaftlichen Neuanfang", sagte Heße am Sonntag zum Abschluss der Ansgarwoche.

Hamburg - 07.02.2016

"Fremdsein ist Teil des Menschseins», betonte Heße, der auch Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen ist. Von dieser Menschheitserfahrung zeuge schon die Bibel, in der das Thema Fremdsein immer wieder eine große Rolle spiele. So mahne das Alte Testament an vielen Stellen an, gegenüber Fremden Gerechtigkeit walten zu lassen, sie zu schützen und nicht auszubeuten. Auch Jesus habe Fremdheit am eigenen Leibe erfahren. Nach den Worten des Erzbischofs kann jeder Fremde zum Freund werden, "vorausgesetzt, wir öffnen uns füreinander und nehmen einander an"

Die Ansgarwoche existiert seit mehr als vierzig Jahren, ihr Name erinnert an den heiligen Ansgar (ca. 800-865), der 834 von König Ludwig dem Frommen als Bischof nach Hamburg gesandt worden war und heute der Patron der norddeutschen Erzdiözese ist. In diesem Jahr stand die Ansgarwoche unter dem Leitwort "Ich war fremd und ...", einem Wort Jesu aus dem Matthäusevangelium. Zum Programm der Festwoche rund um den Namenstag Ansgars am 3. Februar zählten ökumenische Veranstaltungen, Gottesdienste, Vorträge, Konzerte und Begegnungen. (stz/KNA)