Das Schild der Sozialstation von Caritas und Diakonie, aufgenommen am 30.07.2012 in Königstein.
Bundesweiter Caritas-Kongress berät über demografischen Wandel

Konzepte für alternde Gesellschaft gesucht

Bei einem bundesweiten Kongress berät die Caritas in Berlin über den demografischen Wandel. Beim Auftakt am Mittwoch rief Caritaspräsident Peter Neher alle gesellschaftlichen Gruppen auf, die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft anzunehmen.

Berlin - 13.04.2016

So sei der Mangel an Arbeitskräften ein zusätzlicher Ansporn, "Bildungseinrichtungen so weiter zu entwickeln, dass Kinder unabhängig von ihrer Herkunft ausreichend Bildungschancen haben", sagte Neher. "Wenn wir hier scheitern, scheitern wir bei der Bewältigung des demografischen Wandels." Die Caritas verstehe sich als wichtige Akteurin im Bildungsbereich sowie der Kinder- und Jugendhilfe.

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Die Menschen in unserem Land werden immer älter. Traum oder Risiko?

Neher erklärte, vom demografischen Wandel sei die Caritas auch selbst betroffen. So falle es dem Wohlfahrtsverband in ländlichen Regionen schwerer, "Angebote neu zu organisieren oder aufrecht zu erhalten". Zudem werde es schwieriger, Fachkräfte zu finden. Überdies sei die Caritas "als Anwältin und Solidaritätsstifterin" gefordert, wenn die Grundversorgung von Menschen in ländlichen Regionen gefährdet sei.

An dem bis Freitag dauernden Kongress nehmen rund 700 Vertreter aus Kirche, Politik und Wissenschaft teil. Zu einem damit verbundenen Empfang werden am Donnerstagabend auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erwartet. (KNA)