Mexikanische Bischöfe twittern für Migranten
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In der Fastenzeit sollen sich gläubige Mexikaner engagieren

Mexikanische Bischöfe twittern für Migranten

Für die Fastenzeit haben die Bischöfe Mexikos einen konkreten Auftrag an die Gläubigen: Alle Katholiken sollen die Würde von Migranten verteidigen. Und dafür werben sie nicht etwa in Hirtenbriefen.

Mexiko-Stadt - 15.03.2017

Die Bischöfe Mexikos haben eine Social-Media-Kampagne für Migranten gestartet. Unter #elMigranteesunDon ("Der Migrant ist ein Geschenk") solle auch die Unzufriedenheit über die Flüchtlingspolitik des Nachbarn USA gezeigt werden, berichtet die englischsprachige "Catholic News Agency" am Dienstag. Der Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz Alfonso Miranda Guardiola rief seine Landsleute auf, die Würde der Migranten mit Geld- und Zeitspenden sowie mit Tatkraft zu verteidigen.

Studierende, Beschäftigte wie auch Arbeitgeber sollten in ihrem jeweiligen Lebens- und Arbeitsumfeld konkrete Maßnahmen ergreifen, so Miranda. Seit Beginn der Aktion am Aschermittwoch twittert die Bischofskonferenz regelmäßig Bilder und Texte mit Botschaften wie "Bürger Mexikos, hole das Beste aus dir hervor und zeige, aus was Mexiko besteht" mit dem Aufruf, sich insbesondere in der Fastenzeit für die Vernachlässigten und Diskriminierten einzusetzen.

Am 8. März legten die Ortsbischöfe des Landes eine Erklärung nach, in der sie sich mit Bezug auf US-Präsident Donald Trump besorgt über die Lage in Mexiko zeigten. Die Möglichkeit, dass mexikanische Familien in den USA wegen der neuen Politik auseinandergerissen würden, sei für die Bischöfe "inakzeptabel", erklärte der Ständige Rat. Man wolle die Kontakte zur US-Bischofskonferenz verstärken, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Bereits Ende Januar hatte sich die Mexikanische Bischofskonferenz zu Wort gemeldet und die Mauerbau-Pläne Trumps zwischen den beiden nordamerikanischen Ländern kritisiert. Die US-Hirten schlossen sich an: "Als Erzbischof einer Diözese in Texas glaube ich, dass der Auftrag, eine Mauer an unserer Grenze zu Mexiko zu bauen, Migranten nur anfälliger für Menschenhändler und Schlepper macht", erklärte der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo. (luk)