Papst Franziskus steigt in ein Flugzeug, um am 6. Juni 2015 nach Sarajevo zu reisen
Bild: © KNA
Vatikan gibt zwei neue Reiseziele für dieses Jahr bekannt

Neue Reisepläne: Papst geht wieder an die Ränder

Papst Franziskus bleibt seinem Motto treu: Sein Besuch in Kolumbien im September stand bereits fest. Jetzt hat der Vatikan zwei weitere Reiseziele für 2017 bekannt gegeben.

- 28.08.2017

Papst Franziskus reist im November nach Myanmar und Bangladesch. Das teilte der Vatikan am Montag mit. Demnach unternimmt der Papst vom 27. bis 30. November zunächst einen Besuch in Rangun und in Myanmars Hauptstadt Naypyidaw. Anschließend hält er sich vom 30. November bis zum 2. Dezember im Nachbarland Bangladesch in der Hauptstadt Dhaka auf. Einzelheiten zum Programm sollten später bekanntgegeben werden. Franziskus reise auf Einladung des jeweiligen Staatsoberhaupts und der Bischöfe in die beiden Länder, hieß es.

Dhakas Kardinal Patrick D'Rozario sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in einer ersten Reaktion, im Mittelpunkt des Papstbesuchs stünden Benachteiligte, sowohl in der gesamten Gesellschaft wie auch in der Kirche des Landes. Als Beispiele nannte der Kardinal Land- und Textilarbeiter, Migranten, Flüchtlinge, Straßenkinder und Opfer von Naturkatastrophen. Akzente der Visite lägen auch auf dem Zusammenleben der Religionen und Problemen wie Menschenhandel und nachhaltige Entwicklung.

Rohingya-Flüchtlingen könnten Thema sein

Zu den Rohingya sagte D'Rozario, er wäre "nicht überrascht", wenn Franziskus diese Frage während seines Aufenthalts thematisierte. Die Aufnahme von Rohingya-Flüchtlingen müsse "anerkannt und gewürdigt" werden, so der Kardinal; Bangladesch sei selbst ein wirtschaftlich armes Land. Erst am Sonntag war Franziskus in seinem Mittagsgebet auf die humanitäre Krise der Rohingya eingegangen. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit, die im birmanischen Bundesstaat Rakhine beheimatet ist, werden weder von Myanmar noch von Bangladesch als Staatsbürger anerkannt.

Bevor der Papst im November nach Asien fliegt, steht noch eine weitere Reise auf dem Programm: Vom 6. bis 11. September wird Franziskus in Kolumbien die Hauptstadt Bogota sowie Villavicencio, Medellin und Cartagena besuchen. Franziskus soll unter anderem Präsident Manuel Santos und die Bischöfe des Landes, aber auch Gläubige und Arme treffen. Im Mittelpunkt der Reise steht ein Gebetstreffen für die Versöhnung Kolumbiens. (bod/KNA)