Notfallseelsorger fahren ins Hochwassergebiet
Bischof Oster reagiert auf Facebook auf Katastrophenalarm

Notfallseelsorger fahren ins Hochwassergebiet

Notfallseelsorger des Bistums Passau sind auf dem Weg in das niederbayerische Hochwassergebiet. Das bestätigte eine Sprecherin am Mittwoch. Bischof Stefan Oster reagierte auf Facebook auf den Katastrophenfall.

Passau - 01.06.2016

Ein Seelsorger sei bereits vor Ort, weitere unterwegs in den Landkreis Rottal-Inn westlich von Passau. Auch der Diözesancaritasverband entsandte seinen Hochwasserbeauftragten. Die Stelle war zum Jahrhunderthochwasser vor fast genau drei Jahren eigens geschaffen worden.

Der Passauer Bischof Stefan Oster reagierte auf Facebook auf den vom Landratsamt am Nachmittag ausgerufenen Katastrophenalarm. Angesichts der Überraschung, der Schnelligkeit und der Wucht auch kleinerer überfließender Gewässer werde bei Vielen die Erinnerung wach an 2013. "Wir denken an alle Betroffenen, hoffen und beten, dass es weniger dramatisch bleibt als vor drei Jahren."

Heftiger Regen als Auslöser der Überschwemmungen

Am Mittwochnachmittag kam es im Landkreis Rottal-Inn nach heftigem Regen zu schweren Überschwemmungen. Besonders betroffen sind nach Angaben des Landratsamtes die Orte Simbach am Inn, Tann und Triftern. Dort schwoll der Altbach innerhalb weniger Stunden um 2,5 Meter an. Triftern ist nach Medienberichten derzeit komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Menschen werden von Hubschraubern von den Dächern ihrer Häuser geholt. Auch mit Booten werden Personen gerettet. Bisher gibt es keine Berichte über Verletzte oder Tote. Das Telefonnetz ist zusammengebrochen.

Auch Schulen und Kindergärten sind wohl betroffen. In Triftern sind nach Angaben von Bürgermeister Walter Czech (CSU) etwa 250 Schulkinder in ihren Klassen eingeschlossen. Das Gebäude liege aber auf einem Berg, dort seien die Kinder sicher. Es könne jedoch sein, dass sie die Nacht in der Turnhalle verbringen müssten. (KNA)