Chile ist mit einem Pin auf dem Globus markiert
Frau bekam nach Vergewaltigung nach eigenen Angaben keine Hilfe

Ordensschwester in Chile verklagt Erzbistum

Sie wurde während Bauarbeiten am Kloster von einem Arbeiter vergewaltigt und schwanger. Doch Hilfe vom zuständigen Bistum bekam die Ordensfrau nicht - im Gegenteil. Deswegen zieht sie nun vor Gericht.

Santiago - 05.04.2017

In Chile hat eine Ordensschwester der Franziskanerinnen das Erzbistum von Santiago verklagt. Das berichteten örtliche Medien am Dienstag Ortszeit. Die Frau wurde vor fünf Jahren während Bauarbeiten in ihrem Kloster von einem Arbeiter vergewaltigt und anschließend schwanger. Ihren Angaben zufolge habe die Kirche ihr keinerlei Hilfe zukommen lassen.

"Sie haben mir gesagt, ich sei schuld und beschuldigten mich obendrein auch noch des Diebstahls", zitieren chilenische Medien die Frau, die das Kind zur Adoption freigab. Anschließend sei Druck auf sie ausgeübt worden, damit sie den Orden verlasse. Sie habe sich jedoch geweigert. Der Arbeiter war bereits 2015 wegen Vergewaltigung verurteilt worden. (KNA)