So soll das neue Gotteslob aussehen.
Neudruck der Ausgabe für die ostdeutschen Bistümer erforderlich

Ost-Gotteslob kommt später

Das neue gemeinsame Gotteslob für die Ostbistümer muss aufgrund mangelhafter Papierqualität eingestampft werden. Die Druckerei C.H. Beck habe neben dem bestellten Papier knapp ein Drittel des Buchumfangs mit dem strittigen Dünndruckpapier produziert, erklärte der St. Benno-Verlag am Dienstag in Leipzig. Bischöfe und der Verlag hätten nach Abwägung aller Fakten dafür votiert, die weitere Auslieferung sofort zu stoppen. Die Druckerei sei aufgefordert worden, die Erstauflage des neuen Gotteslob der Region Ost komplett neu zu produzieren.

Leipzig - 18.09.2013

Das Gotteslob für die ostdeutschen Diözesen erscheint als Gemeinschaftsausgabe des Erzbistums Berlin sowie der Bistümer Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz und Magdeburg im Leipziger St. Benno-Verlag.

Nach Angaben von Verlags-Geschäftsführer Michael Birkner seien zehn Prozent der Auflage von 150.00 Exemplaren bereits ausgeliefert. "Wir werden nun eine Rückrufaktion starten", sagte er gegenüber katholisch.de. Sowohl Kunden, die bereits ein Buch hätten, als auch diejenigen mit Vorbestellungen würden über den Sachlage informiert.

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Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat heute offiziell das neue Gotteslob vorgestellt, das zum Advent 2013 in Deutschland eingeführt wird.

Wann die Exemplare mit komplett richtigem Papier ausgeliefert werden könnten, stehe noch nicht fest, so Birkner weiter: "Wir stehen in Verhandlung mit der Druckerei." Nach Mitteilung des Verlags ist der geplante Einführungstermin des Gebet- und Gesangbuchs am 1. Advent aber gefährdet.

Probleme auch in anderen Bistümern

Weiter sagte Birkner: "Wir gingen stets von der Zusicherung seitens der Druckerei aus, dass unsere Ausgabe von dem fraglichen Papiereinsatz nicht betroffen sei." Bei der Durchsicht der ersten Ausgaben hätten sich jedoch rasch Zweifel eingestellt.

Auch andere Bistümer hatten bereits einen Neudruck gefordert , da viele Texte und Lieder aufgrund des minderwertigen Papieranteils nur bedingt lesbar sind. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks sind mindestens acht deutsche Bistumsausgaben sowie die Ausgabe für das italienische Bistum Bozen-Brixen von den Problemen betroffen.

Das nun im Druck befindliche Werk löst nach knapp 40 Jahren das bisherige Gebet- und Gesangbuch für die deutschsprachigen Bistümer ab. Der einheitliche Stammteil des Gotteslob umfasst rund 960 Seiten, dazu kommen die jeweiligen individuellen Diözesanteile mit 240 bis 340 Seiten. (meu/KNA)

Hinweis:

Der St. Benno-Verlag hat eine Gotteslob-Servicenummer für alle Kundenfragen eingerichtet: 0341 /46 777 90 01 (Ortstarif, ggf. abweichend aus Mobilfunknetz).

Hintergrund:

Warten aufs Gotteslob - Zu dünnes Papier verhindert in zehn Bistümern die Auslieferung