Osternacht: Katholiken und Protestanten feiern und taufen gemeinsam
Weg zur Feier im Erzbistum Berlin war "herausfordernd"

Osternacht: Katholiken und Protestanten feiern und taufen gemeinsam

Gemeinsames Feiern, gemeinsames Taufen: In der bevorstehenden Osternacht findet im Erzbistum Berlin erstmals eine ökumenische Feier von Katholiken und Protestanten statt. Dabei wird ein zentrales Gottesdienst-Element jedoch fehlen.

Frankfurt (Oder) - 17.04.2019

Besondere Osternacht im Erzbistum Berlin: Auf dem Gebiet der Erzdiözese und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) findet im Rahmen der Osternacht an diesem Samstag erstmals eine gemeinsame Feier beider Konfessionen statt. Dabei würden in der St.-Marien-Kirche in Frankfurt (Oder) unter anderem vier Erwachsene von evangelischen und katholischen Geistlichen getauft, teilte das Erzbistum Berlin am Dienstag mit. Nach dem Gottesdienst lüden die Gemeinden zudem zu einer Begegnung bei Brot, Wein, Saft und Ostereiern in der Kirche ein.

Das Erzbistum erklärte, dass der Weg zu der ökumenischen Feier in der Osternacht "herausfordernd" gewesen sei. Da die beiden Kirchen in der Frage der Eucharistie noch getrennt seien, werde auf eine gemeinsame Feier des Abendmahls verzichtet. Zugleich verwies die Erzdiözese darauf, dass seit 2007 eine wechselseitige Anerkennung der Taufe zwischen der evangelischen und katholischen Kirche sowie weiteren Kirchen bestehe.

Die gemeinsame Feier geht den Angaben zufolge auf das Jahr 2017 zurück. Beim damaligen Reformationsjubiläum sei der Wunsch entstanden, die Osternacht in Frankfurt (Oder) gemeinsam zu feiern und dazu nicht in den eigenen Kirchen zu bleiben. Die St.-Marien-Kirche, in der die Feier stattfindet, hat in ihrer rund 700-jährigen Geschichte bereits beiden Kirchen als Gottesdienstort gedient; heute ist sie ein städtischer Veranstaltungsort. (stz)