Der Papst fährt in einem offenen Papamobil durch eine begeisterte Menschenmenge
Bild: © KNA
Buntes und Kurioses von der Lateinamerika-Reise des Papstes

Papa Road und Sauerstoff auf Vorrat

Wenn ein Papst auf Reisen ist, dann gibt es auch abseits der großen Schlagzeilen allerlei Buntes zu berichten - dafür ist nicht zuletzt Franziskus ein Garant. Katholisch.de hat einige "Papst-Splitter" aus Lateinamerika zusammengestellt.

Von Gabriele Höfling |  Bonn - 07.07.2015

Videospiel "Papa Road"

Ein skurriles Videospiel mit Papst Franziskus wird derzeit in Paraguay zum Internet-Hit. In dem Spiel "Papa Road" muss der virtuelle Papst in seinem Papamobil auf dem Weg in die Hauptstadt Asuncion Schlaglöcher, Leitplanken und Polizeiposten umfahren, um sicher zum Ziel zu gelangen. Gelingt das mal nicht, schlägt der Pontifex resigniert die Hände vors Gesicht. Einer der Programmierer erklärte laut lokalen Medienberichten, die Idee sei ihm aus Enttäuschung über die Zustände der Straßen in Asuncion gekommen. Nur die Straßen, über die der Papst anreisen werde, seien von den Behörden instand gesetzt worden. Papst Franziskus wird am Freitag in der paraguayischen Hauptstadt erwartet.

Die Marke Franziskus

Sonderbriefmarken mit dem Konterfei von Päpsten haben eine lange Tradition – und sind in der Regel nicht nur etwas für Sammler oder Liebhaber, sondern echte Verkaufsschlager. So könnte es nun auch während der Lateinamerika-Reise kommen. Das bolivianische Postunternehmen Ecobol würdigt den Besuch des Pontifex laut Medienberichten jedenfalls mit rund 20.000 Sonderbriefmarken. Die Postwertzeichen sollen einen Wert von 20 Bolivianos haben, umgerechnet etwa 2,54 Euro. Damit sind sie besonders für den internationalen Versand geeignet. Sie tragen ein Bild des Papstes und den Aufdruck in Landessprache: "Willkommen, Papst Franziskus, Bolivien 2015". Besondere Postwertzeichen und auch Münzen gibt es in Paraguay, der letzten Station der Reise. Auch sie zeigen ein Porträt des Papstes, religiöse Motive sowie Botschaften auf Spanisch und in der indigenen Sprache Guarani.

Sauerstoff auf Vorrat

Der Papst habe seit seiner Wahl eine neugewonnene Energie, sagte nach Angaben von Journalisten am Dienstag Vatikansprecher Federico Lombardi. Nur damit ist wohl die schier unerschöpfliche Energie zu erklären, mit der das Kirchenoberhaupt das straffe Programm seiner Reise angeht. Auch die hohen Temperaturen scheinen Franziskus nichts anzuhaben. Unbeeindruckt feiert er Gottesdienste und genießt das Bad in der Menge. Noch etwas anstrengender könnte es für den 78-Jährigen allerdings ab Mittwoch werden, wenn er den Andenstaat Bolivien besucht. Der Aufenthalt in La Paz, dem Regierungssitz auf 3.600 Metern, kommt für Franziskus, der nur einen voll funktionstüchtigen Lungenflügel hat, einem Kraftakt gleich. Doch die Verantwortlichen haben vorgesorgt: Sicherheitshalber ist im Papamobil ein Sauerstoffgerät deponiert. 

Die Nachtruhe der Nachbarn

Während seiner ersten Nacht in Ecuador sorgte sich Papst Franziskus um den Schlaf seiner Nachbarn. In der Hauptstadt Quito versammelten sich am vergangenen Sonntagabend Tausende Jugendliche vor seinem Quartier in der päpstlichen Botschaft, wie Radio Vatikan berichtete. Nachdem sie einige Zeit lautstark Lieder gesungen und sein Erscheinen gefordert hätten, habe sich Franziskus kurz gezeigt und mit den Jugendlichen gebetet. Dann rief er sie den Angaben zufolge auf, wieder nach Hause zu gehen, damit "die Nachbarschaft schlafen kann". Franziskus hat Jugendliche in der Vergangenheit wiederholt aufgerufen, in Kirche und Gesellschaft für "Wirbel" zu sorgen.

Drei Logos für eine Papstreise

Drei Logos für eine Papstreise: Ecuador, Bolivien, Paraguay.

Gleich drei Logos

Gleich drei offizielle Logos gibt es für die Reise des Papstes – analog zu den drei Staaten, die er besucht. Sie greifen die Farben der jeweiligen Flaggen und auch das Gelb-Weiß des Vatikan auf. Im ecuadorianischen Logo sind die einzelnen Ziffern der Jahreszahl 2015 in gelb-blau-rot gehalten, in dem Emblem für Bolivien steht ein gelb-weißes Kreuz über rot-grün-gelb gefärbten menschlichen Figuren. Paraguay heißt Franziskus mit einem Herz auf weißem Grund willkommen, dessen eine Hälfte in gelb und die andere Hälfte in rot-weiß-blau gezeichnet ist. (mit Material von dpa und KNA)

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Von Gabriele Höfling