Papst Franziskus während der wöchentlichen Generalaudienz am 3. April 2013 auf dem Petersplatz in Rom
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Franziskus will Familien und Pädagogen versöhnen

Papst an Eltern: Schätzt die Lehrer mehr!

Eltern und Lehrer stehen häufig auf Kriegsfuß – dem Papst gefällt das gar nicht. Er rief jetzt zur Versöhnung auf und erzählte auch von der "scheußlichen Sache", die er einmal zu seiner Lehrerin gesagt habe.

Vatikanstadt - 07.09.2018

Papst Franziskus hat Eltern dazu aufgerufen, Lehrern mehr Verständnis und Wertschätzung entgegenzubringen. "Die Familie schätzt nicht mehr die Arbeit der Lehrer - oft schlecht bezahlt -, und diese sehen die Präsenz der Eltern in der Schule wie eine störende Aufdringlichkeit", sagte der Pontifex am Freitag bei einer Audienz mit einem Elternverband im Vatikan.

Eltern müssten wieder mehr Vertrauen in die Schule und deren Lehrer haben, da sie wichtige Partner seien: "Ohne sie riskiert ihr, bei der Erziehung alleine zu bleiben." Man müsse sie wertschätzen wie "die wertvollsten Verbündeten".

Der 81 Jahre alte Pontifex aus Argentinien erzählte auch eine Anekdote aus seiner Kindheit. Als er zehn Jahre alt war, habe er der Lehrerin eine "scheußliche Sache" gesagt, worauf die Lehrerin seine Mutter zu sich zitiert hätte. "Meine Mamma hat mich dann (...) vor der Lehrerin ausgeschimpft und hat gesagt: 'Entschuldige dich.' Das habe ich gemacht. 'Gib der Lehrerin einen Kuss', hat meine Mamma gesagt. Und ich habe es gemacht, bin ins Klassenzimmer zurück und war zufrieden. (...) Das nennt man Zusammenarbeit bei der Erziehung." (dpa)