"Papst Franziskus" feiert bei Wahlveranstaltung in Argentinien
Twitter-Video zeigt jubelndes Pontifex-Double

"Papst Franziskus" feiert bei Wahlveranstaltung in Argentinien

Man muss schon zweimal hinschauen, um zu bemerken, dass es nicht der Echte ist: Ein als Papst Franziskus verkleidetes Double tauchte jetzt bei einer Wahlveranstaltung im Heimatland des Pontifex auf. Ein Video zeigt die skurrile Situation.

Buenos Aires - 12.08.2019

Überraschungsgast bei einer Wahlveranstaltung in Argentinien: Ein als Papst Franziskus verkleidetes Double hat den Wahlsieger der Präsidentschafts-Vorwahlen, Alberto Fernandez, gefeiert. Ein auf Twitter verbreitetes Video zeigt die skurrile Szene, die sich am Sonntag (Ortszeit) abspielte. Dabei läuft eine Person in weißer Soutane und mit weißem Pileolus durch die Menschenmenge und reckt mehrfach die Arme in die Höhe.

Bei den Vorwahlen musste Präsident Mauricio Macri eine schwere Niederlage hinnehmen. Der konservative Regierungschef kam nur auf 32,2 Prozent der Stimmen. Der linksgerichtete Herausforderer Fernandez, der gemeinsam mit Ex-Präsidentin Cristina Kirchner antrat, kam auf 47,3 Prozent. Zwar entscheiden die Vorwahlen formal nur darüber, wer als Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen am 27. Oktober ins Rennen geht, aber da in Argentinien Wahlpflicht herrscht, gelten sie als zuverlässiger Stimmungstest vor den eigentlichen Urnengang. Umfragen hatten zuvor ein deutlich engeren Ausgang vorausgesagt. Fernandez versprach in einer kurzen Ansprache, dafür zu sorgen, dass die Argentinier wieder glücklich werden.

Macri räumte die Niederlage ein und erklärte, nun die Anstrengungen verdoppeln zu wollen. Zum neuen Staatsoberhaupt in Argentinien ist am 27. Oktober gewählt, wer im ersten Durchgang 45 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann oder bei einem Stimmenanteil von 40 Prozent einen Vorsprung von zehn Prozent auf den nächsten Verfolger vorweist. Beide Bedingungen hätte Fernandez mit einem identischen Ergebnis wie bei den Vorwahlen erfüllt. Gelingt keinem Kandidaten ein solches Resultat, wird eine Stichwahl im Dezember notwendig. (tmg/KNA)